Fußball
Van Basten sauer über Nichteinbürgerung von Kalou

Nachdem der Einbürgerungsantrag des Talents Kalou von Feyenoord Rotterdam abgelehnt wurde, reagierte Nationalcoach Marco van Basten verärgert und warf der Einwanderungsministerin Rita Verdonk Ahnungslosigkeit vor.

Mit Verärgerung hat der niederländische Nationaltrainer Marco van Basten auf die Ablehnung des Einbürgerungsantrages des Talents Salomon Kalou vom früheren Fußball-Europapokalsieger Feyenoord Rotterdam wegen mangelnder Notwendigkeit durch Einwanderungsministerin Rita Verdonk reagiert.

"Wer ist denn der Bondscoach? Die Ministerin hat doch keine Ahnung von Fußball. Ich würde Kalou sofort nominieren", erklärte der frühere Weltklassestürmer.

Verdonk hatte die Einleitung eines beschleunigten Einbürgerungsverfahren für den 20 Jahre alten Torjäger von der Elfenbeinküste, der in der letzten Saison 20 Treffer für Feyenoord erzielte, nicht zugelassen. Die Politikerin begründete ihren Beschluss, der zuletzt auch schon das nationale Parlament beschäftigte, mit der ausreichenden Zahl von einheimischen Nachwuchspielern in den Niederlanden. Nunmehr droht dem seit vier Jahren im Land lebenden Afrikaner für den Pass seiner Wahlheimat die für Angehörige von Staaten außerhalb der Europäischen Union (EU) obligatorische Wartezeit von acht Jahren.

Unterstützung erhielt Van Basten vom niederländischen Idol Johan Cryuff, der sich schon im vergangenen Frühjahr zusammen mit dem Nationaltrainer in einem Brief an Verdonk für eine Einbürgerung des Stürmers eingesetzt hatte. "Kalou ist ein Juwel und wird uns bei der WM 2006 in Deutschland fehlen", erklärte Cryuff nach dem Ablehnungsbescheid.

© SID

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