Verbot von Symbolen
Bundesliga-Vereine kämpfen gegen Hooligans

Fortuna Düsseldorf hat es vorgemacht. Nun ziehen weitere Klubs nach und verbieten fragwürdige Symbole in ihren Stadien. Auch in der Ultra-Szene regt sich Widerstand. Doch noch ist die Gegenbewegung schwach.
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DüsseldorfFortuna Düsseldorf ist der Vorreiter. Der Zweitligaverein verbot in der Stadionordnung bestimmte Kleidungsstücke und Symboliken. Dabei handelt es sich um die Aufschriften der Hooligan-Vereinigung HoGeSa (Hooligans gegen Salafisten) und der verwandten "GnuHonnters". Auch einige andere Fußballklubs reagieren nun auf die gewalttätigen Proteste vom 26. Oktober der „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa).

Sie gehen ebenfalls mit Symbol-Verboten gegen die aggressive Gruppierung vor. Neben Düsseldorf haben nun fünf weitere Bundesliga-Vereine das Verbot von Kleidungsstücken und Symbolen mit Schriftzügen der „HoGeSa“ in ihre Stadionordnung aufgenommen. Allerdings ist das Problem längst nicht vom Tisch, wie die Debatte um eine Demonstration in Hannover zeigt.

Aktiv geworden sind in der Bundesliga der SC Paderborn, Bayer Leverkusen sowie Hertha BSC Berlin und der FC Schalke 04. Auch Zweitligist Nürnberg und Drittligist MSV Duisburg schlossen sich dem Verbot an. „Insbesondere das gewaltverherrlichende Potenzial und der fremdenfeindliche Hintergrund der Verbindung 'Hooligans gegen Salafisten' lässt hier für Hertha BSC keinen Spielraum“, teilte Hertha BSC Berlin mit.

„Diese Gruppierungen versuchen den Fußball und den Sport für ihre menschenverachtenden, demokratiefeindlichen und auch politischen Anschauungen, Motive und Ziele als Plattform zu nutzen", äußerte sich auch Werders Präsident und Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer zur Debatte.

Dies müssten die Vereine mit aller Macht verhindern. Dieser Personenkreis habe im Fußball und im Sport nichts zu suchen, sagte Fischer. Die Stadionordnung Bremens greife allerdings schon länger gegen jegliche Symbole der Hooligan-Szene. „Seit Jahren kämpfen wir bei Werder gegen jegliche Art von Rassismus und Diskriminierung und haben als einer der ersten Vereine dies auch in der Stadionordnung verankert.“

Andere Vereine, unter anderem Borussia Dortmund, prüfen derzeit noch, sich einer Änderung anzuschließen. Pikant ist hierbei, dass der Fanbeauftragte des BVB, Jens Volke, Opfer einer mutmaßlichen Hooligan-Aktion wurde. Unter dem Namen von Volke hatten Unbekannte eine Demonstration der „HoGeSa“ in Dortmund angemeldet. Volke hatte daraufhin Anzeige erstattet. Schon 2013 gingen rechtsextreme BVB-Fans bei einem Champions-League-Spiel in Donezk auf den Fanbeauftragten los, der sich aktiv gegen Rassismus und Diskriminierung einsetzt.

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Fan-Vertreter distanzieren sich

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