Verdienter Erfolg bei Inter Mailand
Bayern besiegen den Italien-Fluch

Dank Claudio Pizarro und Lukas Podolski hat der FC Bayern München in Überzahl seinen Italien-Fluch besiegt und hält nach dem 2:0 (0:0) bei Inter Mailand Kurs auf den Gruppensieg in der Champions League. Inters Ibrahimovic und Grosso mussten vorzeitig vom Platz.

HB MAILAND. Durch zwei späte Tore von Pizarro (81. Minute) und des erst kurz vorher eingewechselten Podolski (90.+1) feierte der deutsche Rekordmeister vor 42 000 Zuschauern seinen ersten Europacup-Auswärtssieg bei einem italienischen Club seit fast 18 Jahren und ist dem Einzug ins Achtelfinale ganz nahe.

Der Sieg bei Inter war aber mehr als verdient, zumal der vermeintlich schärfste Rivale in Gruppe B sich völlig von der Rolle präsentierte und auf ganzer Linie enttäuschte. Dennoch machten die Bayern lange Zeit aus ihren Möglichkeiten viel zu wenig und nutzten die zahlenmäßige Überlegenheit nach den Platzverweisen für den schwedischen Nationalstürmer Zlatan Ibrahimovic (58./Gelb-Rot) und Fabio Grosso (85./Rot) erst spät aus. Vor den Duellen gegen Sporting Lissabon (18. und 31. Oktober) verfügen die Münchner nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel nun über ein beruhigendes Polster. Die Portugiesen erreichten ein 1:1 bei Spartak Moskau und haben nach zwei Spielen vier Punkte auf ihrem Konto.

„Mir war klar, dass die Mannschaft in der Champions League ihr wahres Gesicht zeigen wird. Dass wir dazu auch noch gewonnen haben, ist um so schöner“, sagte Bayern-Coach Felix Magath. Clubchef Franz Beckenbauer merkte dagegen kritisch an: „Die Partie wird nicht in die Annalen eingehen als eines der allerbesten Spiele.“

203 Tage nach dem 1:4-Debakel im Achtelfinal-Rückspiel beim Lokalrivalen AC Mailand präsentierten sich die Bayern bei ihrer Rückkehr ins Giuseppe-Meazza-Stadion in anderer Verfassung. Gegen einen spielerisch schwachen italienischen Meister bestimmten die Münchner sogar weitgehend das Geschehen. Die Magath-Elf ließ den Ball laufen und zeigte bis zum 16-Meter-Raum der Gastgeber die gefälligere Spielanlage. Allerdings fehlten ihnen in Strafraumnähe sogar in Überzahl lange Zeit die Entschlossenheit und Präzision, um zum Erfolg zu kommen. Erst neun Minuten vor dem Ende „stolperte“ Pizarro eine Vorlage von Roy Makaay zum 1:0 ins Netz.

Auf der Gegenseite verstrickte sich Inter, das nachträglich wegen des Manipulationsskandals zum Meister erklärt worden war, in Einzelaktionen und fand überhaupt nicht zu seinem Spiel. Superstar Luis Figo lieferte eine enttäuschende Vorstellung ab, präsentierte sich ideenlos und wurde nach 67 Minuten ausgewechselt.

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