Verkauf von Stadion-Anteilen
Fonds-Anleger helfen Borussia Dortmund

Die Anleger des geschlossenen Immobilienfonds CFB 144 (Molsiris KG) haben dem Rückkauf des Westfalenstadions durch den Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund (BVB) zugestimmt.

rrl/dpa DÜSSELDORF. Dies teilte die Commerzbank-Tochter Commerz Fonds Beteiligungsgesellschaft (CFB) mit. Die Anleger ermöglichen dem Dortmunder Traditionsclub so die Fortsetzung des Sanierungskurses.

Die Molsiris KG war bis zum März 2005 mit 94 Prozent Hauptgesellschafter der Westfalenstadion Dortmund GmbH & Co. KG. Sie gewährte dem von der Pleite bedrohten einzigen börsennotierten Verein in Deutschland Mietstundungen. Im Gegenzug erhielten sie damals rund 48 Prozent ihrer Anteile zurück.

Mit der Zustimmung zum Verkauf der weiteren 51,5 Prozent erhalten die Anleger neben der Rückzahlung ihrer Kommanditeinlage die gestundeten Ausschüttungen für das Jahr 2005 und zeitanteilig für dieses Jahr sowie das gezahlte Agio zurück. An der Abstimmung beteiligten sich CFB zufolge 4 359 der 5 786 Gesellschafter. Die Zustimmungsquote habe bei 99,5 Prozent gelegen. Mit dem Sanierungskonzept waren in der Vergangenheit allerdings nicht alle Anleger einverstanden. Mehrere Konmanditisten klagten dagegen. Ihr Groll richtete sich weniger gegen den BVB als gegen die CFB.

Beim BVB herrscht Erleichterung: „Diese Maßnahme war ein wesentlicher Bestandteil unserer Neustrukturierung“, sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Ein Kreditvertrag mit Morgan Stanley über 79 Mill. Euro und einer Laufzeit von 15 Jahren wird in den nächsten Tagen unterzeichnet. Mit Hilfe dieser Summe sollen der Rückkauf der WM-Arena bis zum 14. Juni und weitere Umschuldungsmaßnahmen finanziert werden. Die Rückabwicklung des Stadionverkaufs senkt die jährlichen Kosten um vier bis fünf Mill. Euro. Ohne Zustimmung von Molsiris hätte der BVB jährlich rund 17 Mill. Euro Miete zahlen müssen. Eine geplante Kapitalerhöhung, für die laut Verein verschiedene Großinvestoren bereit stehen, soll in den nächsten Tagen weitere rund 29 Mill. Euro in die Kasse spülen. Für viele Interessenten sei der Stadionrückkauf Grundvoraussetzung für das Engagement gewesen, sagte Watzke.

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