Vermarktungsrekord
Milliardenspiel Champions League beginnt

Vorhang auf zum Milliardenspiel: Wenn am Dienstag die Gruppenphase der lukrativen Fußball-Champions-League startet, dann wird erstmals diese Schallgrenze geknackt. Dabei verdient aber nicht zwingend der Klubs das meiste Geld, der den Wettbewerb gewinnt, wie der Vergleich von FC Bayern und FC Barcelona zeigt.

HB DÜSSELDORF. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) rechnet für die Saison 2009/2010 mit Brutto-Erlösen aus der Vermarktung der Königsklasse von ingesamt 1,09 Milliarden Euro - Rekord. Das Premiumprodukt garantiert damit bei seiner 18. Auflage dem Bundesliga-Trio VfL Wolfsburg, Bayern München und VfB Stuttgart ebenso wie den weiteren 29 Vorrunden-Teilnehmern eine Einnahme in zweistelliger Millionenhöhe.

Geld, dass sich die Klubs im wahrsten Sinne des Wortes verdient haben, findet Sir Alex Ferguson, seit 1986 Teammanager des englischen Meisters Manchester United, Gruppengegner des deutschen Meisters VfL Wolfsburg. "Ich denke, dass es der größte Wettbewerb der Welt ist. Es spielen die besten Spieler aus Europa und Südamerika in all den Vereinen, von denen ich immer geträumt habe", beschreibt der Schotte, die Attraktivität der Königsklasse.

Weil sich das Premiumprodukt der Uefa so glänzend verkauft, hat der kontinentale Fußballverband die Preisgelder noch einmal hochgesetzt. Allein für die Qualifikation erhält jeder der 32 Vereine 3,8 Millionen Euro (Vorjahr: 3,0). Pro Spiel, zu dem ein Klub antritt gibt es 550 000 Euro (Vorjahr: 400 000), was bei sechs Spielen weitere 3,3 Millionen macht.

Pro Sieg kommen noch einmal 800 000 Euro (600 000) hinzu, bei Unentschieden die Hälfte. Das Achtelfinale bringt noch einmal 3,0 Millionen (2,2), das Viertelfinale 3,3 (2,5), das Halbfinale 4,0 (3,0). Der Gewinner der Champions League kassiert neun Millionen Euro (7,0), der Verlierer immerhin noch 5,2 (4,0). Die Höchstsumme, die über diese Prämien zu erlösen ist, beträgt 31,2 Millionen Euro. Goldgrube Champions League.

Und diese Einnahmen sind noch nicht alles. Zum einen dürfen die Klubs desweiteren ihre Einnahmen aus dem Kartenverkauf behalten. Zum anderen gibt es noch den berühmt-berüchtigten Marketing-Pool, der nach Uefa-Angaben 337,8 Millionen Euro schwer ist und aus dem Gelder je nach den Fernseherlösen eines Landes verteilt werden. Deutschland ist da mit Sky und Sat1 richtig stark vertreten. Und so ist der deutsche Topf ist mit rund 38 Millionen Euro gefüllt. Er wird erfolgsabhängig an Wolfsburg, Bayern und Stuttgart ausgezahlt. Eine Hälfte richtet sich nach der Platzierung in der vergangenen Bundesliga-Saison: Wolfsburg erhält als Meister etwa 8,55 Millionen, Bayern als Vizemeister 6,65 Millionen und Stuttgart als Dritter 3,8 Millionen. Eine darüber hinausgehende Vorab-Berechnung ist allerdings unmöglich, denn der Meister erhält mehr als der Vize und der Dritte, und wer weit kommt erhält mehr als jener, der früh scheitert.

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