Verschärfte Eingangskontrollen
VIP-Ticketinhaber müssen um Einlass fürchten

Inhaber sehr teurer, aber nicht auf den Namen ausgestellter WM-Tickets müssen sich auf besonders eingehende Eingangskontrollen gefasst machen. Laut Bundesinneministerium müsste auf jeden Fall sicher gestellt werden, dass keine Gewalttäter Einlass in die Stadien erhielten.

HB DÜSSELDORF. Das geht aus Äußerungen des Sprechers des Bundesinnenministeriums, Stefan Kaller, vom Montag hervor. Er sagte in Berlin, falls es nicht möglich sei, bestimmte Kartenkontingente "nachzupersonalisieren", müsste auf jeden Fall sicher gestellt werden, dass keine Gewalttäter Einlass in die Stadien erhielten.

Kaller bestätigte in Teilen einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung", wonach eine nicht näher genannte Zahl von Eintrittskarten an Prominente oder Gewinner von Preisausschreiben ausgegeben worden sei, ohne dass der Name des künftigen Zuschauers festgehalten wurde. Die nachträgliche Personalisierung bereitet der Meldung zufolge erhebliche Schwierigkeiten.

Es gebe die Möglichkeit der "Nachpersonalisierung", also der nachträglichen Verbindung der Inhaberdaten mit dem Ticket, sagte der Sprecher. Zuständig dafür sei jedoch das Organisationskomitee der WM.

Sollte sich dennoch abzeichnen, dass bestimmte Kontingente bis Spielbeginn nicht nachpersonalisiert werden könnten, "so müssten wir uns Gedanken machen, dass wir bei Einlass eine Prüfung parallel vollziehen, um jedenfalls zu verhindern, dass erkannte Gewalttäter Einlass bekommen", sagte Kaller. Er prognostizierte gleichwohl: "Jeder rechtmäßige Inhaber eines Tickets wird Stadioneinlass bekommen." Um wie viele Karten es sich handelt, konnte er nicht sagen.

Die Firma Siemens gehört zu den vielen Unternehmen, die bei der Schweizer Agentur ISE, dem offiziellen Hospitality-Partner der FIFA VIP-Tickets gekauft hat. "Uns geht es darum, die Privatsphäre unserer Gäste zu bewahren", sagt ein Siemens-Sprecher dem Handelsblatt. Das Sicherheitsargument, dass das Bundesinnenministerium vorbringe, sei aus Sicht von Siemens nur schwer nachvollziehbar, weil VIPs hochstehende, öffentlich bekannte Persönlichkeiten seien. Das Unternehmen will abwarten, bis die Fragen zur Personaliserung abschließend geklärt sind.

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