Verteidiger ohne Form
Metzelder sucht Hilfe bei Mentaltrainer

Der turbulente Saisonstart des FC Schalke 04 hat Christoph Metzelder sehr zugesetzt. Weil der Ex-Dortmunder besonders im Fokus der Kritik stand, suchte er sich einen Mentaltrainer.

Die scharfe Kritik in den vergangenen Wochen hat dem ehemaligen Nationalspieler Christoph Metzelder so zugesetzt, dass er sich einen Mentaltrainer gesucht hat. "Mein eigenes Verhalten ist ausgeartet. Ich habe mir über alles Gedanken gemacht. So habe ich mir den Instinkt geraubt, das schnelle Handeln", sagte der Innenverteidiger von Schalke 04 mit Dortmunder Vergangenheit der Sport Bild. Er arbeite "im mentalen Bereich mit einem Coach. So habe ich gelernt, mit dem Druck besser umzugehen."

Metzelder beklagte sich darüber, dass er schnell zum Fehleinkauf und Sündenbock gestempelt wurde. "Das war unglaublich. Um mich war regelrecht eine Hysterie ausgebrochen. Das war unfair. Die Situation wurde in der Öffentlichkeit größtenteils auf mich abgewälzt."

Kapitän Manuel Neuer sagte, im Nachhinein hätte die Mannschaft Metzelder schützen müssen. "Wir haben es zugelassen, dass Externe sich einen Spieler rauspicken und ihn fertigmachen. Wir hätten mehr dagegen tun müssen. Das war ein Fehler von uns." Allerdings sei normal, dass auf Schalke "alles hochgekocht und dreimal umgerührt" werde.



"Der schlechte Start zehrt an uns"

Metzelder erklärte, die Lage beim Tabellen-17. sei gefährlich und schmerze. "Der schlechte Start zehrt an uns. Wir bekommen das Umstellen von der Champions League auf die Bundesliga nicht hin. Wir müssen die Klasse entwickeln, uns immer wieder neu zu bestätigen", sagte der 29-Jährige: "Große Spieler und große Mannschaften schaffen das. Wir noch nicht."

Die Zeit der Ausreden ist laut Metzelder vorbei: "Wir müssen uns aus der Krise befreien. Alle spielen unter ihren Möglichkeiten. Wir rennen unserem Anspruch hinterher. Hier darf sich keiner mehr verstecken." Die Mannschaft tue derzeit alles dafür, in der kommenden Saison nicht in der Champions League zu spielen. Die Hypothek, als früherer Spieler des Erzrivalen Dortmund nach Gelsenkirchen zu kommen, habe er unterschätzt.

© SID

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