Vertrag mit den Ungarn läuft am Jahresende aus
Matthäus unter Verdacht

dpa BUDAPEST. Lothar Matthäus soll laut Medienberichten illegal Sponsorengelder vom ungarischen Fußball-Verband kassiert haben.

Wie die ungarische Internetzeitung index berichtete, habe der ungarische Nationaltrainer neben seinem offiziellen Gehalt von 50 Mill. Forint (knapp 200 000 Euro) über den Fußball-Verband Sponsorengelder in Höhe von 200 Mill. Forint erhalten, für die der Verband keine Steuern bezahlt habe.

Index beruft sich auf einen Bericht unabhängiger Prüfer, die die Finanzen des Fußballverbandes kontrolliert hätten. Der Vorsitzende der Fußball-Liga, Ivan Kisteleki, ein Gegner von Verbandschef Imre Bozoki, habe bestätigt, dass der Verband ein Defizit von 200 Mill. Forint habe, berichtete index.

Matthäus' Vertrag mit den Ungarn läuft am Jahresende aus. Am Vorabend hatte der Verband eine ursprünglich angesetzte Entscheidung über eine Vertragsverlängerung mit Matthäus vertagt, nachdem es zwischen dem Verband und der Liga zum Streit gekommen war.

Im Streit mit der Liga geht es um die Zusammensetzung des Verbandsvorstands. Ligachef Kisteleki verlangte den Rücktritt von Verbandspräsident Bozoki und seiner Stellvertreter. Bei einer Vertrauensabstimmung wurden Bozoki und seine zwei Stellvertreter jedoch in ihren Ämtern bestätigt.

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