Vertragsverlängerung in München
Coach Magath bleibt bis 2008

Felix Magath wird bis zum 30. Juni 2008 als Trainer beim deutschen Rekordmeister Bayern München auf der Bank sitzen. Der 52-Jährige einigte sich mit dem Vorstand des Double-Gewinners auf eine Vertragsverlängerung um ein Jahr. Der Kontrakt Magaths wäre am Ende der Saison 2006/2 007 ausgelaufen.

Kein Bedürfnis nach einem "Sicherheitsvertrag"

"Wir sind glücklich, diese sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit Felix Magath in Zukunft fortsetzen zu können, wir sind mit der Arbeit unseres Trainers sehr zufrieden", sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge am Montag in München. Einen längerfristigen Kontrakt wollten nach Aussage Rummenigges beide Seiten nicht haben: "Wir haben Vertrauen zueinander. Auch der Trainer hatte nicht das Bedürfnis nach einem Sicherheitsvertrag."

Magath freute sich jedenfalls über die frühzeitige Einigung und formulierte klare Ziele: "Wir haben zwei sehr erfolgreiche Jahre für den Klub erreicht, doch damit soll nicht Schluss sein. Ich werde zusammen mit der Mannschaft alles dafür tun, die Erfolge zu bestätigen und mit einer neuen, jungen Mannschaft vielleicht sogar noch ein wenig mehr zu erreichen."

Magath (52) war am 1. Juli 2004 vom Bundesliga-Konkurrenten VfB Stuttgart nach München gewechselt. In den vergangenen beiden Spielzeiten gewann er mit den Bayern jeweils das Double. In der Champions League konnte Magath bisher jedoch noch nicht die hoch gesteckten Ziele erreichen.

"Kader hat Bestand"

Der Trainer bleibt, und auch beim aktuellen Kader soll es keine Veränderungen mehr geben. "Ich sage klar und deutlich, dass wir keinen Spieler mehr verkaufen werden. Dieser Kader, so wie er jetzt ist, hat Bestand", betonte Rummenigge. Zuletzt war Owen Hargreaves mit Manchester United in Verbindung gebracht worden, auch Roy Makaay steht immer wieder im Mittelpunkt von Spekulationen. Derzeit soll der PSV Eindhoven Interesse haben.

Dass der FC Bayern selbst noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv wird, wollte Rummenigge nicht ausschließen: "Wenn noch einer dazukommen sollte, ist es okay, wenn nicht, auch." Das Interesse am französischen Jungstar Franck Ribery von Olympique Marseille habe sich aber "völlig erledigt. Der Spieler ist unverkäuflich." Kontakt besteht nach wie vor zu Ruud van Nistelrooy. In diesem Fall bezifferte Manager Uli Hoeneß die Chancen jedoch nur auf fünf Prozent.

"Italiener" kein Thema

Kein Thema für den deutschen Rekordmeister sind laut Rummenigge die Spieler aus Italien, die nach den harten Strafen im Manipulationsskandal derzeit auf dem Markt sind: "Das erinnert mich schon an Leichenfledderei. Das, was da im Moment abgeht, ist geschmacklos und nicht die Welt des FC Bayern."

In den vergangenen Tagen war aus Italien kolportiert worden, dass die Münchner Interesse an Torjäger Luca Toni vom AC Florenz haben sollen. Das seien alles Gerüchte, so Rummenigge: "Da ist nichts dran. Wir haben keinen Spieler kontaktiert, und das werden wir auch nicht."

Als "primäres Ziel" hat Rummenigge noch einmal die Titelverteidigung ausgegeben. Bei den anderen Wettbewerben könne man keine Prognosen abgeben. In der Champions League etwa müsse alles schon "tausendprozentig passen". Deshalb wies der AG-Chef auch seine Profis gleich mal zurecht: "Keiner muss jetzt zu Spinnen anfangen. Wir haben noch nicht ein Spiel gemacht, und da reden schon einige vom Champions-League-Sieg. Wir dürfen nicht mit Arroganz wie im letzten Jahr, sondern müssen mit einem Schuss Demut an diese Aufgabe rangehen."

© SID

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