Vertragsverlängerung nur nach positivem Fazit
Klinsmann verknüpft eigene Zukunft mit WM-Ausgang

Nur wenn die deutsche Nationalmannschaft bei der am Freitag beginnenden WM positiv abschneidet, will Jürgen Klinsmann seinen Vertrag als Bundestrainer verlängern. Darüber hinaus soll auch seine Familie mitentscheiden.

Ein erfolgreiches Abschneiden bei der WM vorausgesetzt, will Jürgen Klinsmann auch über die WM hinaus als Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft arbeiten. "Grundsätzlich kann ich mir eine Fortsetzung meiner Arbeit sehr gut vorstellen. Es macht sehr viel Spaß, mit dieser Mannschaft und dem ganzen Stab zu arbeiten. Zudem haben wir eine Spielphilosophie aufgebaut, mit der sich die Fans und die Mannschaft identifizieren. So ein Prozess dauert aber und sollte auch über die WM hinausgehen. Jetzt werden wir aber erst einmal bei der WM sehen, wo wir stehen", erklärte der 41-Jährige am Montag im Berliner ICC, wo während des Turniers die täglichen Pressekonferenzen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) stattfinden.

Klinsmann erklärte auf Fragen nach seiner Zukunft allerdings erneut, dass die Fortsetzung seiner Arbeit vom Abschneiden der deutschen Mannschaft bei der WM abhängig sei: "Die Konstellation ist klar. Als Trainer wird man am Erfolg der Mannschaft gemessen." Der Bundestrainer, der den Titelgewinn als klares Ziel ausgegeben hat, ließ aber offen, ab wann er von einem Erfolg sprechen würde. Zudem machte der in den USA lebende frühere DFB-Kapitän klar, dass er nach der WM zunächst mit seiner Familie über seine berufliche Zukunft sprechen wolle.

Bierhoff wird Klinsmann "nicht bearbeiten"

Teammanager Oliver Bierhoff will Klinsmann während des Turniers "sicherlich nicht bearbeiten. Ich habe ihm meine Meinung zu diesem Thema gesagt und er weiß, dass die Verantwortlichen des DFB gerne mit ihm weiterarbeiten würden. Am Ende hängt seine Entscheidung von der generellen Stimmung und dem Auftreten der Mannschaft ab", erklärte Bierhoff in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Bierhoff warnte grundsätzlich davor, während der WM eine Trainerdiskussion zu führen: "Wer heute als Verantwortlicher des DFB oder in der Mannschaft die Trainerfrage diskutiert, hat die Ernsthaftigkeit dieser WM nicht verstanden. Das sollte unterlassen werden."

© SID

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