Fußball
Vertragsverlängerungen sorgen beim FCB für Wirbel

Beim deutschen Rekordmeister Bayern München haben die anstehenden Vertragsverlängerungen nun zu ersten Meinungsverschiedenheiten zwischen Manager Uli Hoeneß und Präsident Franz Beckenbauer geführt. Während Hoeneß noch am Dienstag meinte, der FC Bayern werde für keinen Spieler sein Tafelsilber verkaufen, konterte Beckenbauer nun, die Philosophie des Sparens werde sich künftig nicht mehr halten lassen.

"Wir sind ein Fußball-Klub und keine Bank. Es nützt ja nichts, wenn das Geld dort rumliegt. Im neuen Stadion brauchen wir eine schlagkräftige Mannschaft. Deshalb müssen wir investieren", sagte der "Kaiser" der Sport Bild. Hoeneß setzte im DSF dagegen, "über die Aussagen von Franz" müsse er "manchmal lächeln".

Beim 19-maligen deutschen Champion laufen am 30. Juni 2006 zwölf Profi-Verträge aus. Konkrete Verhandlungen wurden bisher nur mit Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack geführt. Der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler hatte sich unlängst noch Bedenkzeit erbeten.

Beckenbauer dagegen forderte nun eine schnelle Klärung der Personalie Ballack. "Es wäre für beide Seiten besser und sinnvoller, wenn sich Ballack bald entscheiden würde. Wenn du das ganze Jahr das Thema vor dir herschiebst, wirst du gestört. Allein schon die Fragerei", meinte der WM-OK-Chef.

Während Beckenbauer Ballack notfalls wohl ein besseres Angebot als den bisher offerierten Vierjahresvertrag machen würde, erklärte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge erneut, dass der FC Bayern nicht vorhabe, nachzulegen: "Es geht darum, dass die Finanzlage gewahrt bleibt."

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