Vertrauen in deutsche Abwehr wächst
Fans trauen der DFB-Auswahl Großes zu

Bei den Fans der deutschen Nationalmannschaft wächst nach dem Einzug in das Achtelfinale die Euphorie. Fast 25 Prozent trauen der Klinsmann-Elf einer sid-Umfrage zufolge sogar den vierten WM-Titel zu.

Die deutsche Nationalmannschaft hat durch den Einzug ins WM-Achtelfinale bei den Fans außergewöhnlich viel Vertrauen gewonnen. In einer Umfrage des Sport-Informations-Dienstes (sid) unter 1 000 Bundesbürgern durch das Dortmunder Marktforschungs promit nach dem zweiten Vorrunden-Sieg (1:0 gegen Polen) und der Qualifikation für die Runde der besten 16 tippte fast jeder Vierte (24,2) auf den vierten Titeltriumph für Deutschland und zusätzlich ein weiterer Anteil von 10,6 Prozent auf die Endspiel-Teilnahme der Mannschaft von Bundestrainer Jürgen Klinsmann.

Den hohen Vertrauenszuwachs bezeichnete promit-Mitgeschäftsführer Michael Groß sogar als "exorbitant und nicht von dieser Welt´. Nach dem Eröffnungsspiel (4:2 gegen Costa Rica) hatten lediglich 19,6 Prozent auf die deutsche Elf als neuen WM-Champion getippt und nur 8,4 Prozent an den Sprung der Gastgeber ins Finale geglaubt.

Vertrauen in Abwehr wächst

"Besonders signifikant" für die emotionale Bewertung der deutschen Elf sind aus Sicht von Groß zwei Werte: 50,6 Prozent und damit sage und schreibe 29,2 Prozent mehr als in der Vorwoche halten das Klinsmann-Team in seiner Gesamtheit für WM-tauglich. Und das Vertrauen in die Abwehr als bisheriges "Sorgenkind" der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) "explodierte" geradezu von gerade einmal 25,3 auf nunmehr 61,7 Prozent. Dass Klinsmanns Arbeit mittlerweile 23 Prozent als "sehr gut" (13,7) und 48,3 Prozent als "gut" (43,7) einstufen, versteht sich fast von alleine.

Groß leitet die enormen Zugewinne an Vertrauen und Sympathie von der Aufladung des Fußballs mit Emotionen ab. "Das ist Fußball, das hat mit objektiven Einschätzungen nur sehr wenig zu tun." Die Ergebnisse der sid-Umfrage verwundern den Meinungsforscher dennoch: "Schwankungen um die vier Prozent treten häufiger auf, zehn Prozent sind schon außergewöhnlich, aber so etwas."

Brasilien immer noch Top-Favorit

Die positive Wahrnehmung der DFB-Elf bei den Fans hat auch den Trend bei der Frage nach dem Turnier-Favoriten verändert. Weltmeister Brasilien als bisheriger Top-Anwärter auf den Titel stürzte nach seinem nur mäßigen 1:0-Auftaktsieg gegen Kroatien von 51,4 auf nur noch 32,2 Prozent ab. Dahinter folgt Deutschland (24, 2) vor Spanien, auf das nach dem 4:0-Erfolg der Iberer gegen die Ukraine 10,3 Prozent (vorher: 0,3) tippten.

© SID

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