VfB feiert Kantersieg
Starke Stuttgarter demütigen Werder Bremen

Der VfB Stuttgart hat sein strahlendes Europa-League-Gesicht endlich auch in der Fußball-Bundesliga gezeigt und mit 6:0 (3:0) die Krise bei Werder Bremen dramatisch verschärft.

HB STUTTGART. Durch den überzeugenden und hoch verdienten Sieg verließ der VfB die Abstiegsränge, während die erschreckend schwachen und chancenlosen Bremer ihre vierte Niederlage in nur 13 Tagen kassierten. Ciprian Marica (10.) und Nationalspieler Cacau (31., 45.) mit einem Doppelpack trafen vor 39 500 Zuschauern. Nach der Pause machten Christian Gentner (68.), Georg Niedermeier (73.) und Arthur Boka (87.) mit ihren Toren die Werder-Demütigung perfekt.

Für den Champions-League-Teilnehmer vond er Weser war es die höchste Bundesliga-Pleite seit 23 Jahren und die vierthöchste Auswärts-Niederlage überhaupt in der Bundesliga. Am 21. März 1987 war Werder mit 1:7 gegen Borussia Mönchengladbach unter die Räder gekommen, Schaaf hatte diesen gruseligen Tag als Spieler auf dem Platz erlebt. „Wir waren ein guter Sparringspartner. Solche Gegner lädt man im Boxen ein, wenn man fit werden will“, sagte der 49 Jahre alte Fußball-Lehrer.

Cacau (61.) vergab die Chance auf seinen dritten Treffer, als er mit einem Foulelfmeter an seinen Nationalmannschafts-Kollegen Tim Wiese scheiterte. Ähnlich schlecht machte es Werders Kapitän Torsten Frings (24.). Er verschoss erstmals nach sechs Jahren einen Elfmeter. Während die Stuttgarter (10) sich auf Rang 14 verbesserten, bleiben die Bremer im Mittelfeld stecken. Erschreckend: Mit 26 Toren haben sie die zweitmeisten Gegentreffer nach Schlusslicht Borussia Mönchengladbach (33) kassiert.

„Wir haben alles umgesetzt, was der Trainer uns gesagt hat, und alle Torchancen reingemacht. Kampfgeist, Wille und Leidenschaft waren der Schlüssel“, sagte der Stuttgarter Timo Gebhart. Der neue VfB-Coach Jens Keller erreicht seine Spieler, der alte Hase Schaaf offenbar im Moment nicht so recht.

„Was wir abliefern müssen, haben wir vermissen lassen. Wir müssen uns zerreißen. Wir haben ein bisschen was versucht, aber das war wie im Training. Das reicht nicht für den Wettkampf“, sagte dagegen Werder-Coach Schaaf. 27 Gegentore, zweitschlechteste Abwehr hinter Schlusslicht Gladbach - Manager Klaus Allofs zeigte sich ratlos. „So wie wir das im Moment spielen, können wir nicht erfolgreich sein. 0:6 beim VfB. Bei allem, was recht ist - das geht wirklich nicht. Wir müssen aufstehen und endlich zeigen, was wir können“, sagte Allofs.

Beide Teams plagten Personalprobleme. Den Schwaben fehlten allein sieben Spieler, bei Werder sah es nicht viel anders aus. Bremens Trainer Thomas Schaaf brachte dennoch überraschend Sandro Wagner für seinen besten Saisontorschützen Hugo Almeida. Auch der zuletzt heftig kritisierte Mikael Silvestre rückte wieder in die Abwehrkette.

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