Fußball
VfB-Präsident Staudt: "Die Zeit drängt"

Präsident Erwin Staudt hat alle Verantwortlichen beim VfB Stuttgart in die Pflicht genommen. "Wir sind gefordert, in den nächsten Wochen Resultate abzuliefern. Jeder muss wissen, dass die Zeit drängt", sagte Staudt.

Die Luft beim VfB Stuttgart wird für Trainer Giovanni Trapattoni scheinbar immer dünner. Präsident Erwin Staudt hat die Pressekonferenz vor der Uefa-Cup-Partie beim französischen Erstligisten Stade Rennes am Donnerstag (18.15 Uhr/live im ZDF) zu einem eindringlichen Appell an alle Verantwortlichen im Verein genutzt.

"Wer als Einzelner nicht erkennt, dass wir handeln müssen, ist fehl am Platz. Die Fans erwarten Spitzenleistungen. Jeder, der für uns arbeitet, ist zur Spitze verpflichtet. Wir sind gefordert, in den nächsten Wochen Resultate abzuliefern. Jeder muss wissen, dass die Zeit drängt. Jeder muss sich am Riemen reißen", sagte Staudt in Form einer schriftlich vorbereiteten Rede, die er am Dienstag sichtlich engagiert hielt.

Trainerdiskussion kein Tabuthema

Staudt verdeutlichte zudem, dass im Klub auch über Trapattoni gesprochen werde. "Es gibt intern keine Tabuthemen, wir müssen über alles reden. Wir erhöhen nicht den Druck auf den Trainer, wir nehmen alle im Verein in die Pflicht. Der Trainer ist wie die Spieler und die Mitarbeiter ein Mitglied des Ganzen", erklärte der Präsident.

Der VfB-Boss hat nach intensiven Gesprächen mit Trapattoni und den Profis die Hoffnung auf Besserung aber noch nicht aufgegeben. "Wir sind alle unzufrieden, unser Auftreten stimmt nicht und die Zusammenarbeit von allen ist nicht optimal. Aber wir glauben nun zu wissen, wo der Schuh drückt", meinte Staudt, ohne in diesem Punkt konkreter zu werden.

Auch Trapattoni, dessen Team in der bisherigen Saison weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, zeigte sich bei dem 75 Minuten dauernden Gespräch mit den Medienvertretern kämpferisch. "Ich bin natürlich auch nicht zufrieden. Aber ich habe keine Angst und spüre keinen Druck. Bei meinen anderen Vereinen hatte ich dieselben Probleme, später wurde ich dann Meister", erklärte der Italiener, der sich einen Rücktritt nur vorstellen kann, "wenn ich merke, dass die Mannschaft nicht mehr an das glaubt, was ich glaube".

© SID

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