Fußball
VfB Stuttgart schreibt schwarze Zahlen

Bundesligist VfB Stuttgart ist auf dem besten Weg zur finanziellen Gesundung. Im vergangenen Geschäftsjahr konnten die Schwaben erstmals seit Jahren einen Gewinn von 985 000 Euro verbuchen.

Bundesligist VfB Stuttgart kann sich nach Jahren der finanziellen Engpässe endlich etwas zurücklehnen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Traditionsverein erneut einen Teil seiner Schulden abbauen und erstmals seit 1998 einen Gewinn in Höhe von 985 000 Euro verbuchen. Das gaben die Schwaben am Montag bei der Mitgliederversammlung bekannt. Die Verbindlichkeiten belaufen sich derzeit auf 8,21 Mill. Euro. Das sind erneut 500 000 Euro weniger als im Geschäftsjahr 2003.

Staudt lobt "Muster-Finanzmann" Ulrich Ruf

"Was wir in der Champions League durch die verpasste Qualifikation zuletzt nicht eingenommen haben, haben wir durch kaufmännisches Geschick kompensiert. Das ist echt professionelle Arbeit. Zudem investiert kein Verein in der Bundesliga so intensiv in die eigene Zukunft wie wir. Was unsere Finanzen anbetrifft, liegen wir weit über dem Bundesliga-Durchschnitt", verkündete VfB-Präsident Erwin Staudt, der seinen Finanz-Vorstand Ulrich Ruf nach Bekanntgabe der Zahlen euphorisch als den "Muster-Finanzmann" der Bundesliga bezeichnete.

Ausgaben in Höhe von 65,966 Mill. Euro standen Einnahmen in Höhe von 66,924 gegenüber. Dank neuer Marketingstrategien, neuer Werbepartner, dem Verkauf von Marcelo Bordon an Schalke 04 und der am Montag überraschend bekannt gegebenen Ablösezahlung des deutschen Rekordmeisters Bayern München für den Wechsel des früheren VfB-Coaches Felix Magath an die Isar in unbekannter Höhe konnten die Stuttgarter bis zum 31. Dezember 2004 auch ohne weitere Einnahmen aus der "Königsklasse" die Finanzen stabil halten und weiter Schulden abbauen. Um diese Stabilität auch in Zukunft aufrecht zu erhalten, plant der VfB für die anstehende Saison mit dem Erreichen von mindestens Platz fünf sowie der Qualifikation für die Gruppenphase im Uefa-Cup.

Erhöhter Mitgliedsbeitrag bringt zusätzlich 200 000 Euro

Dennoch hat die Schwaben die verpasste Teilnahme an der Champions League viel Geld gekostet. "Wir haben drei Mal leichtfertig sehr viel Geld verspielt. Zwei Mal haben wir die Champions League verpasst und im Uefa-Cup sind wir unnötig gegen Parma ausgeschieden. Das hat uns 25 Mill. Euro gekostet", meinte Ruf, dem es mit seinem Team aber offenbar gelungen ist, die Einnahmen der Stuttgarter außerhalb der immensen TV-Zahlungen für die Teilnahme am internationalen Geschäft in die Höhe zu treiben. "Alleine durch die Neuordnung unserer Sponsorenpyramide haben wir zwei Mill. mehr eingenommen", meinte Ruf, der sich zudem in der kommenden Saison Mehreinnahmen in Höhe von 200 000 Euro durch die von zahlreichen Anhängern kritisierte Erhöhung des Mitgliedsbeitrages erhofft.

Damit und durch die Verkäufe von Nationalstürmer Kevin Kuranyi (Schalke 04) und Aliaksandr Hleb (Arsenal London) können die Schwaben nach der Verpflichtung des Dänen Jon Dahl Tomasson in den kommenden Tagen nochmal kräftig auf dem Transfermarkt zuschlagen. Nach Informationen der Bild-Zeitung verhandelt VfB-Manager Jochen Schneider derzeit mit Tomassons Freund und Landsmann Jesper Gronkjaer von Atletico Madrid über einen Wechsel an den Neckar.



© SID

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