Videobeweis versagt DFL beruft Krisengipfel mit Hawkeye ein

Der Videobeweis kann zum Bundesligaauftakt gleich in drei Spielen nicht oder nur eingeschränkt zum Einsatz kommen. Die DFL ist verärgert. Krasse Fehlentscheidungen bleiben aber aus.
Update: 21.08.2017 - 11:38 Uhr Kommentieren
ARCHIV - Der Schiedsrichter Sascha Stegemann sitzt am 20.07.2017 in Köln (Nordrhein-Westfalen) in einem Videoassistcenter vor Monitoren, die Fußball-Spielszenen zeigen. Die Videoassistenten sollen mit Beginn der neuen Bundesligasaison das Schiedsrichter-Gespann auf dem Feld bei strittigen Entscheidungen unterstützen. (zu dpa-Meldung: «In der neuen Saison kommt in der Bundesliga erstmals der Videobeweis zum Einsatz» vom 16.08.2017) Foto: Rolf Vennenbernd/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa
Arbeitsplatz für Videobeweis (Archiv)

ARCHIV - Der Schiedsrichter Sascha Stegemann sitzt am 20.07.2017 in Köln (Nordrhein-Westfalen) in einem Videoassistcenter vor Monitoren, die Fußball-Spielszenen zeigen. Die Videoassistenten sollen mit Beginn der neuen Bundesligasaison das Schiedsrichter-Gespann auf dem Feld bei strittigen Entscheidungen unterstützen. (zu dpa-Meldung: «In der neuen Saison kommt in der Bundesliga erstmals der Videobeweis zum Einsatz» vom 16.08.2017) Foto: Rolf Vennenbernd/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

(Foto: dpa)

FrankfurtDer gefeierten Premiere folgte ein Technik-Blackout: Nach massiven Problemen mit dem Videobeweis zum Bundesligaauftakt hat die Deutsche Fußball Liga den Anbieter Hawkeye heftig kritisiert und die Geschäftsführung zu einem Krisengipfel nach Frankfurt einbestellt. „Für die DFL ist diese Situation nicht hinnehmbar“, teilte die Dachorganisation des deutschen Profifußballs verärgert mit. Bei dem Treffen Anfang der Woche „sollen die Hintergründe der technischen Schwierigkeiten schonungslos offengelegt und die Konsequenzen für das weitere Vorgehen besprochen werden“.

Bei den Partien TSG 1899 Hoffenheim gegen Werder Bremen (1:0) und Hertha BSC gegen VfB Stuttgart (2:0) kam der Videoassistent erst mit Beginn der zweiten Halbzeit zum Einsatz. Bei der Partie des Hamburger SV gegen den FC Augsburg (1:0) fiel das technische Hilfsmittel ganz aus. „Mit der Technik müssen sie noch ein wenig üben“, stellte Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann süffisant fest.

Zudem stand am Samstagnachmittag bei keinem Spiel die zur Unterstützung bei Abseitsentscheidungen vorgesehene kalibrierte Hilfslinie zur Verfügung. Der Fehler war auch am Sonntag beim Spiel SC Freiburg gegen Eintracht Frankfurt zu Beginn noch nicht behoben.

Immerhin stand aber in Freiburg die Leitung zwischen Schiedsrichter Manuel Gräfe und dem Videoassistenten, der den Berliner Referee über Headset vor einer krassen Fehlentscheidung bewahrte. Nachdem Gräfe einen Treffer des Freiburgers Tim Kleindienst zunächst gegeben hatte, nahm er ihn nach Intervention aus Köln wegen einer vorangegangenen Abseitsstellung des Vorbereiters Florian Niederlechner zurück.

Im späten Sonntagsspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln standen die Linien dann zur Verfügung, mit ihrer Hilfe konnte festgestellt werden, dass beim 1:0 keine Abseitsposition vorlag. Auch beim Samstagabendspiel zwischen Leipzig und Schalke stand die Linie nach Angaben der DFL zur Verfügung, kam aber nicht zum Einsatz.

Auch bei der Bundesligapremiere am Freitagabend hatte das Zusammenspiel zwischen Referee und Videoassistent in der Schlüsselszene des Saisoneröffnungsspiels Bayern München gegen Bayer Leverkusen (3:1) prächtig funktioniert.

„Es ist unbegreiflich, dass es keine Konsequenzen gab“
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