Viele Deutsche erwartet
DFB rechnet mit 30 000 Fans ohne Karte

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erwartet zum ersten EM-Spiel der deutschen Mannschaft gegen Polen eine Invasion mitgereister Fans. Dabei kommt es den Schlachtenbummlern offenbar nicht auf Sicherheit ein: Nach Schätzungen sollen rund 30 000 deutsche Anhänger ohne Ticket anreisen.

Vor dem ersten EM-Gruppenspiel der deutschen Mannschaft gegen Polen am Sonntag erwartet der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in Klagenfurt eine Invasion deutscher Fans. "Wir schätzen, dass rund 30 000 deutsche Anhänger ohne ein Ticket anreisen werden", sagte Helmut Spahn einen Tag vor dem Match auf Anfrage dem Sport-Informations-Dienst (sid). Wie viele Fans aus Polen ohne eine gültige Eintrittskarte in die Hauptstadt von Kärnten einreisen werden, könne man dagegen noch nicht sagen, erklärte der Sicherheitsbeauftragte des DFB.

Nach intensiven Besprechungen mit den österreichischen Sicherheitsbehörden sowie den Kollegen aus Polen geht Spahn aber davon aus, dass es am Samstag und Sonntag nicht zu Zwischenfällen in Klagenfurt kommt: "Wir sind bestens auf alle Eventualitäten vorbereitet und gehen nach unseren Erkenntnissen davon aus, dass es ruhig bleibt und es keine Probleme gibt."

Die österreichischen Sicherheitskräfte werden an diesem Wochenende bis zu 300 deutsche Polizisten tatkräftig unterstützen. Genaue Angaben über die Einsatzstärke der deutschen Beamten wollte Spahn nicht machen. Zudem sind 14 Beamte der Spezialeinsatztruppe SKB (Szenekundige Beamte) vor Ort, die ihre besonderen Erfahrungen im Bereich der Deeskalation einbringen. Auch aus Polen sind Spezialkräfte im Einsatz.

"Wir gegen davon aus, dass wir die Situation an den beiden Spieltagen der deutschen Mannschaft in Klagenfurt gegen Polen und vier Tage später gegen Kroatien unter Kontrolle haben", berichtete Spahn vor der abschließenden Sicherheitsbesprechung am Samstagnachmittag.

Für die Begegnung am Sonntag im 32 000 Zuschauer fassenden Wörtherseestadion wurden offiziell jeweils 6 700 Karten an deutsche und polnische Fans vergeben. "Wir gehen aber davon aus, dass mehr Anhänger der beiden Nationen im Stadion sein werden, da man sich die Tickets ja auch über Internetplattformen besorgen konnte", sagte Spahn, der nicht davon ausgeht, dass die geschmacklosen Artikel in einigen polnischen Zeitungen zusätzliches Konfliktpotenzial hervorrufen. Unterdessen haben viele Geschäftsleute in Klagenfurt angekündigt, dass sie aus Furcht vor Hooligans am Wochenende ihre Läden schließen und teilweise auch verbarrikadieren.

© SID

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