Fußball
Völler soll Bayer in Duisburg zum Erfolg führen

Rudi Völler gibt heute bei Bayer Leverkusens Gastspiel in Duisburg nach rund fünf Jahren sein mit Spannung erwartetes Comeback auf der Trainerbank. Schalke 04 empfängt derweil die Hertha aus Berlin.

Wiedersehen macht Freude. Rund fünf Jahre nach seinem Vier-Spiele-Gastspiel kehrt Rudi Völler heute auf die Trainerbank des Bundesligisten Bayer Leverkusen zurück. "Ich sehe meine Aufgabe als Trainer sehr positiv und mache es auch gerne", betonte der frühere Teamchef der deutschen Nationalelf vor dem Auswärtsspiel bei Aufsteiger MSV Duisburg.

Während Bayer Klaus Augenthaler beurlaubte und damit die erste Trainer-Entlassung dieser Saison perfekt machte, hatte auch Schalke-Coach Ralf Rangnick nach dem 0:1 zum Champions-League-Auftakt beim PSV Eindhoven eine ungemütliche Woche. Gegen Hertha BSC Berlin (17.30 Uhr/live bei Premiere) hofft der Coach der Königsblauen auf Wiedergutmachung.

Interims- oder Dauerlösung?

Völler hatte noch am Freitag in seiner Funktion als Sportdirektor die Entlassung Augenthalers begründen müssen: "Wir hatten das Gefühl, es geht nicht mehr, es hat keinen Zweck mehr. Der allerletzte Glaube fehlt." Genau diesen will "Rudi Nazionale" seinen Spielern nun wieder einimpfen: "Ich werde längere Einzelgespräche führen und die Spieler in die Pflicht nehmen." Die Ziele "Platz eins bis drei" hat Völler zwar schon revidiert, "aber ich bin weiter davon überzeugt, dass unser Kader stark genug ist, unter die ersten Sechs zu kommen". Ob Völler nur die Interims- oder doch die Dauerlösung sein wird, ist noch offen.

Dem MSV kam die Inthronisierung des Weltmeisters von 1990 gerade recht, um nach zwei Unentschieden in den ersten beiden Heimspielen (jeweils 1:1 gegen Stuttgart und Dortmund) die Stimmung anzuheizen. In einer Pressemitteilung warb der Aufsteiger unter dem Stichwort "Ticketservice zum Völler-Gastspiel" mit den Worten: "Wer den ehemaligen Bundestrainer und aktuellen Interimscoach von Bayer Leverkusen live in der MSV-Arena sehen möchte, hat mehrere Möglichkeiten, sich Tickets zu sichern."

Trainer Norbert Meier will von übermäßiger Ehrfurcht vor seinem langjährigen Bremer Mitspieler aber nichts wissen: "Früher habe ich ihm genügend Bälle aufgelegt. Aber jetzt sind wir endlich dran und wollen unseren ersten Sieg einfahren."

Schalke und Rangnick unter Druck

Unter Siegzwang steht auch Rangnick. "Wir wissen, dass wir unter Druck stehen", gestand der Coach: "Solche Trainerdiskussionen wie jetzt sind nichts Außergewöhnliches mehr. Ob das logisch ist, spielt keine Rolle. Wir müssen einfach versuchen, solche Situationen auszublenden."

Rückendeckung erhielt der Coach von Rudi Assauer. "Er wackelt nicht, es gibt absolut keine Trainerdiskussion", versicherte der Manager, ließ aber durchblicken, dass Rangnick durchaus in der Pflicht steht: "Was soll ich jetzt Einfluss auf die Mannschaft nehmen? Dafür ist der Trainer da, wieder Feuer reinzubringen."

Die Berliner setzen ihre Hoffnungen in Gelsenkirchen ausgerechnet auf einen gebürtigen Ruhrpottler, nämlich Yildiray Bastürk. Der türkische Nationalspieler war im Uefa-Cup bei Apoel Nikosia (1:0) nach überstandener Verletzungspause ins Spiel gekommen und hatte prompt den entscheidenen Strafstoß herausgeholt. "Mit Bastürk kam der Unterschied", sagte Trainer Falko Götz, der den Spielmacher möglicherweise von Beginn an aufbieten wird.

© SID

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