Fußball
Vogts als Südkoreas WM-Coach im Gespräch

Ex-Bundestrainer Berti Vogts soll den WM-Vierten Südkorea offenbar bei der WM 2006 in Deutschland betreuen. Neben Vogts ist allerdings auch der Franzose Philippe Troussier als Coach bei den Asiaten im Gespräch.

Möglicherweise könnte es bei der Weltmeisterschaft 2006 zu einem Trainer-Duell zwischen Jürgen Klinsmann und Berti Vogts kommen. Der langjährige Bundestrainer Berti Vogts wird beim Turnier in Deutschland möglicherweise den WM-Vierten Südkorea betreuen. Der 58-Jährige soll Wunschtrainer beim WM-Gastgeber von 2002 sein. Allerdings wird auch der ehemalige japanische Auswahlcoach, der Franzose Philippe Troussier, als Kandidat in Südkorea gehandelt.

"Es gibt verschiedene Anfragen, auch eine von Südkorea. Es ist sehr interessant. Ein interessantes Land, eine interessante Mannschaft. Sie ist ja schon für die WM qualifiziert. Mehr kann ich dazu nicht sagen", erklärte Vogts in der Bild-Zeitung. Vogts soll bereits ein Dossier beim südkoreanischen Verband eingereicht haben.

Vogts zuletzt schottischer Nationalcoach

Zuletzt war der langjährige Kapitän von Borussia Mönchengladbach schottischer Nationalcoach, trat am 1. November 2004 allerdings nach heftiger Kritik zurück. In der Bundesliga trainierte Vogts Bayer Leverkusen, schied allerdings dort ebenfalls nach kurzer Zeit aus. Außerdem stand er in Diensten des kuwaitischen Verbandes.

Sein ehemaliger Schützling Klinsmann wollte den Weltmeister von 1974 zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Sportdirektor zurückholen. Da der Verband jedoch keine schnelle Entscheidung in dieser Personalfrage treffen wollte, verzichtete Vogts selbst auf ein erneutes Engagement beim DFB. Von 1979 bis 1998 stand er in Dienstes des größten Sportfachverbandes der Welt. Von 1992 bis 1998 fungierte er als DFB-Cheftrainer. Sein größter Erfolg war der Gewinn des EM-Titels 1996 in England.

Bonfrere nach WM-Qualifikation zurückgetreten

Bei den Asiaten sind Trainer aus Europa sehr gefragt. Bei der WM 2002 führte der Niederländer Guus Hiddink, zurzeit Coach des niederländischen Ehrendivionärs PSV Eindhoven und der australischen Nationalmannschaft, die Südkoreaner sensationell ins Halbfinale. In der Vorschlussrunde unterlag der WM-Gastgeber gegen Deutschland 0:1. Hiddinks Landsmann Jo Bonfrere trat vor einer Woche als südkoreanischer Nationaltrainer zurück. Er war nach der 0:1-Niederlage im unbedeutenden Qualifikationsspiel gegen Saudi-Arabien heftig kritisiert worden.

Vor allem der letzte Platz bei den Ostasien-Meisterschaften hinter China, Nordkorea und Japan zu Beginn dieses Monats war dem Holländer verübelt worden. Bis Mitte September will der südkoreanische Verband (KFA) einen Nachfolger für Bonfrere, der das Amt erst im Juni vergangenen Jahres vom Portugiesen Humberto Coelho übernommen hatte, benennen.

© SID

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