Von Gelbsperre bedroht
Portugal schont Stars gegen Mexiko

Im letzten Gruppenspiel treffen die Mexikaner auf Portugal, dessen Trainer Scolari einige Stammspieler schonen will. Mit einem Sieg könnte "El Tri" Argentinien als Achtelfinal-Gegner umgehen.

Obwohl gegen den Vize-Europameister aus Portugal heute in Gelsenkirchen (16.00 Uhr/live im ZDF und bei Premiere) schon ein Unentschieden zum Weiterkommen reichen würde, will sich Mexiko nicht auf Rechenspiele einlassen. "El Tri", die auf die prominente Unterstützung ihres Staatspräsidenten Vicente Fox zählen können, käme vermutlich das Vorhaben von Portugals Trainers Luiz Felipe Scolari entgegen, seine Stars zu schonen.

Scolari will auf jeden Fall auf die Stammspieler Deco, Cristiano Ronaldo, Pauleta, Nuno Valente und Costinha verzichten, die von einer Gelbsperre bedroht sind. "Sie werden keine Minute spielen, und wenn wir 30:0 verlieren", sagte Scolari am Dienstagnachmittag in Gelsenkirchen: "Ich und meine Spieler haben aber volles Vertrauen in diejenigen, die dafür spielen werden." Anscheinend verzichtet Scolari aber darauf, noch weitere Stars wie Kapitän Luis Figo zu schonen.

Aber auch gegen Portugals Reservisten müssen Mexikos Spieler mehr Dampf machen als ihr vom Weltverband Fifa zur Enthaltsamkeit verdonnerter kettenrauchender Trainer Ricardo La Volpe. Mit dem Rauchverbot für "El Fluppe" hatte die mexikanische Zeitung El Universal die schwache Leistung der Mannschaft beim 0:0 in Angola direkt in Verbindung gebracht. "Der Trainer rauchte diesmal nicht, aber sein Abstinenzsyndrom erfasste das ganze Team, das unfähig war, einen Treffer zu erzielen", schrieb das Blatt.

La Volpe zeigte vor dem letzten Gruppenspiel jedoch keine Nervosität. "Ich wäre besorgt, wenn die Mannschaft schlecht gespielt hätte. Aber ich habe in beiden Spielen bisher vollsten Einsatz gesehen, deshalb mache ich mir keine Sorgen", meinte der Argentinier.

"Für uns zählt nur der Sieg"

Auf Rechenspiele - selbst eine Niederlage mit einem Tor reicht, wenn WM-Neuling Angola zeitgleich in Leipzig gegen Iran nicht mit mindestens zwei Toren Unterschied gewinnt - wollen sich seine Spieler nicht einlassen. "Für uns zählt nur der Sieg. Wenn du nur auf Unentschieden spielst, gehst du vielleicht als Verlierer vom Platz", sagte Verteidiger Mario Mendez.

Ein möglicher Gruppensieg wäre die Chance vielleicht den starken Argentiniern aus dem Weg zu gehen. Stattdessen träfe man auf die Niederlande."Ob wir Erster oder Zweiter werden und wer unser nächster Gegner ist, interessiert uns nicht. Wir wollen gewinnen", sagte dazu aber Mittelfeldspieler Pavel Pardo. Verlassen können sich die Mexikaner aber auf die Unterstützung ihres obersten Fans. "Lasst nicht nach, man gewinnt nicht immer. Jetzt sind wir im nächsten Spiel dran", hatte Staatspräsident Fox bereits nach der Nullnummer gegen Angola gesagt.

Für Jared Borgetti wird erstmals Francisco "Kiki" Fonseca in der Startelf stehen. La Volpe muss wegen einer Muskelverletztung auf seinen Rekordtorschützen verzichten. Borgetti traf 14 mal bei der WM-Qualifikation, sein Ersatz bringt bei elf Treffern jedoch auch eine Menge Selbstvertrauen mit. "Wir glauben, dass wir besser sind als Portugal", sagte der Stürmer.

© SID

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