Vor Bundesliga-Gipfel Werder gegen Bayern
Kahn schickt Kampfansage an die Weser

Mit wertvollen Siegen in der Champions League haben sich Bayern München und Werder Bremen für ihr Gipfeltreffen in der Bundesliga warm geschossen.

HB HAMBURG. Schon wenige Minuten nach dem dritten Sieg im dritten Gruppenspiel der Königsklasse hakte Oliver Kahn das 1:0 bei Sporting Lissabon ab und schickte Kampfansagen an die Weser. „Der Erste trifft auf den Zweiten. Es ist klar, dass es heiß zur Sache gehen wird“, kündigte der Bayern-Kapitän an. Doch die Bremer wollen ihren Aufwärtstrend bestätigen und ihre Spitzenposition verteidigen. „Jetzt wollen wir auch am Samstag hier etwas Tolles erleben“, sagte Trainer Thomas Schaaf nach dem mühsamen 2:0-Erfolg über Levski Sofia.

Beim Bankett im pompösen Ballsaal des Hotels Ritz war der Applaus der Edelfans für Kahn & Co. am Mittwochabend kaum verklungen, da formulierte auch Karl-Heinz Rummenigge bereits den nächsten Auftrag an die Profis des deutschen Meisters. „Leider können wir uns nicht lange feiern. Wir tun gut daran, jetzt an Bremen zu denken. Ich wünsche uns, dass wir am Samstagabend auch die Tabellenführung in der Bundesliga feiern können“, sagte der Vorstandsvorsitzende.

Nach dem Traumstart mit neun Punkten und 7:0 Toren in Europas Königsklasse will das Aushängeschild des deutschen Fußballs nun auch national wieder die Spitze erklimmen. Felix Magath war schon vor der Rückreise aus Lissabon „gedanklich in Bremen“, wo nach dem 4:2 gegen Hertha BSC und dem 1:0 gegen Sporting eine perfekte Bayern- Woche mit dem dritten „Dreier““ vollendet werden soll. „Wir hatten uns vorgenommen, drei Siege in acht Tagen zu holen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass uns das gelingt“, verkündete der Trainer.

In Bremen wird neben dem in Lissabon von Magath „für Werder geschonten“ Roy Makaay auch Bastian Schweinsteiger wieder mit dabei sein. Der Nationalspieler erzielte gegen Sporting mit einem tollen 30-Meter-Schuss das Siegtor (19.), ehe er sein Team durch seine Gelb-Rote Karte schwächte (47.). „Die zweite Gelbe Karte war mein Fehler, aber die erste war keine“, beklagte sich Schweinsteiger über Referee Terje Hauge. „Mir kam es vor, als wenn der Schiri Vorfahren aus Portugal hätte.“ Das spektakuläre Tor wog für Magath den Platzverweis jedoch mehr als auf: „Ich muss Bastian nicht ins Gewissen reden.“

Nach fünf mageren Champions-League-Jahren seit dem Titelgewinn 2001 wollen die Bayern wieder etwas Großes erreichen. Schon das Vorrundenziel hat sich bei Halbzeit der Gruppenphase verändert. Das Weiterkommen in Gruppe B ist als souveräner Spitzenreiter (9 Punkte) vor Lissabon (4), Inter Mailand (3) und Spartak Moskau (1) nur noch Formsache. „Das Achtelfinale zu erreichen ist nicht mehr unser Ziel, sondern es als Erster zu erreichen“, stellte Magath klar.

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