Vor dem Achtelfinale
DFB-Team strotzt vor Selbstbewusstsein

Selbstbewusstsein pur im Lager der deutschen Nationalmannschaft und besonders bei Bundestrainer Jürgen Klinsmann. Keiner im DFB-Team kann sich ein Aus im Achtelfinale gegen Schweden vorstellen.

Beim WM-Achtelfinale gegen Schweden heute in München (17.00 Uhr/live im ZDF und auf Premiere) geht es für die deutsche Nationalmannschaft und besonders Bundestrainer Jürgen Klinsmann um alles oder nichts. Im Falle eines vorzeitigen Scheiterns gegen die Skandinavier wäre die Amtszeit des 41-Jährigen wohl beendet.

"Bei einer Niederlage im Achtelfinale hört er auf, beim Einzug ins Viertelfinale gehe ich davon aus, dass Klinsmann seinen Vertrag bis 2010 verlängert", sagte DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder am Freitag dem DSF und bestätigte damit die Spekulationen, die der Bundestrainer durch seine eigenen Worte geschürt hatte. Mit seiner Aussage, ein Scheitern im Viertelfinale käme einer nationalen Katastrophe gleich, hatte Klinsmann den Druck auf die Mannschaft, vor allem aber auf sich selbst brutal erhöht - was Klinsmann jedoch kurz vor dem Abflug von Berlin nach München am Freitag weit von sich wies.

"Die Spieler tragen einen Traum in sich, die WM zu gewinnen"

"Diese Aussagen haben nichts mit meiner Person zu tun. Dadurch gibt es auch keinen zusätzlichen Druck auf die Spieler. Es besteht sowieso kein Bedarf für eine zusätzliche Motivation bei einem WM-Achtelfinale", behauptete der Bundestrainer, der angeblich ganz bewusst die Messlatte so hoch gelegt hat: "Wir sind dreimal Weltmeister und dreimal Europameister geworden. Da dürfen wir bei der WM im eigenen Land gar keine andere Zielsetzung als den Titelgewinn ausgeben. Die Spieler tragen einen Traum in sich, die WM zu gewinnen", sagte der Weltmeister von 1990 und versicherte: "Wir werden eine Hürde nach der anderen nehmen."

Sollte allerdings bereits bei der zu erwartenden Hitzeschlacht in München, wo am Samstagnachmittag 30 Grad erwartet werden, die nächste Hürde gerissen werden, spricht alles dafür, dass Klinsmann die Brocken hinwirft und zu Beginn nächster Woche wieder in seine kalifornische Wahlheimat zurückfliegt. Ein Erfolg würde seine Amtszeit zumindest bis zum kommenden Freitag verlängern, wenn in Berlin das Viertelfinale stattfindet. Solche Spekulationen über seine eigene Zukunft hätten derzeit in seinem Kopf aber ebensowenig Platz wie ein jähes Turnierende der DFB-Auswahl, versuchte der Bundestrainer glaubhaft zu machen.

"Es geht hier gar nicht um mich oder meine Zukunft. Es geht einfach um die Mannschaft. Wie das Turnier dann am Ende in den Medien und der breiten Öffentlichkeit gewertet wird, interessiert mich gar nicht", sagte Klinsmann und kündigte im selben Atemzug den Fans in ganz Deutschland weitere Festtage an: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die WM-Party am Samstag vorbei ist."

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