Vor dem Kroatien-Spiel
Löw: „Es wird alles ganz eng bleiben“

Sind die Niederlande nun einer der Topfavoriten auf den Titel? Nicht für Joachim Löw. Der Bundestrainer bleibt auch nach der Galavorstellung der Niederländer entspannt - und macht Reservisten wie Bastian Schweinsteiger Hoffnung.

Bundestrainer Joachim Löw zeigt sich nach dem Sieg der Niederlande gegen Weltmeister Italien wenig beeindruckt: Jetzt von einem Favoriten zu sprechen, ist undenkbar", meinte Löw am Dienstag im deutschen Trainingsquartier in Ascona. Die Niederländer hätten ein gutes Spiel gemacht, doch dies sei kein Grund, von einem neuen Maßstab zu reden, sagte Löw. Auch bezogen auf die eigene Elf will der Bundestrainer nicht die Favoritenrolle annehmen: "Unsere Leistung gegen Polen war zufriedenstellend. Aber wir tun gut daran, nicht alles so hoch zu hängen. Es ist erst ein Spiel vorbei. Es wird alles ganz eng bleiben." Das Turnier hat eben erst begonnen und es ist ein langer Weg, wenn man etwas erreichen will", sagte der Bundestrainer

Kapitän Michael Ballack freute sich über einen deutlichen Anstieg des EM-Niveaus durch die Partie Niederlande gegen Italien. "Es war keine Überraschung, dass auch in der Gruppe guter Fußball geboten wird. So ein Spiel hat das Turnier auch mal gebraucht", erklärte Ballack. Große Rückschläge mochte Löw nach sechs absolvierten EM-Partien nicht ziehen. Einige Favoriten hätten ihre Spiele gewonnen, andere verloren. Eines aber sei auffällig: "Das Tempo ist hoch. Wer gesehen hat, wie die Holländer aufs Tempo gedrückt haben oder Portugal", sagte der Bundestrainer. "Unabhängig vom System müssen alle defensiv und offensiv enorm mitarbeiten, sich am Spiel beteiligen. Einige Mannschaften schlagen ein hohes Tempo an und alle Mannschaften, die 1:0 in Führung gegangen sind, haben auch gewonnen." Löw sah auch bei den fast gedemütigten Italienern gute Ansätze.

Eine "enge Kiste" erwartet der 48-Jährige am Donnerstag (18.00 Uhr/live im ZDF) im zweiten Gruppenspiel in Klagenfurt gegen Kroatien. Mit einem Sieg kann sich die deutsche Nationalmannschaft nach dem 2:0 zum Auftakt gegen Polen schon für das EM-Viertelfinale qualifizieren. Doch daran verschwendet Löw bei allem Optimismus, den er und die Spieler zur Schau stellen, keinen Gedanken: "Die Konzentration gilt nur dem Spiel. Alles andere wird man sehen." Man werde vor allem sehen, "wo wir stehen und welchen Leistungsstand wir haben", sagte Kapitän Michael Ballack: "Kroatien hat große Ziele, wir aber auch. Wir wollen ins Finale, da müssen wir uns aber steigern." Auf 80 bis 85 Prozent taxierte er dabei das Leistungsvermögen gegen die Polen.Um von den Kroaten nicht überrascht zu werden, stand für Löw und sein Trainerteam am Dienstagnachmittag ein intensives Video-Studium des Gegners an. Am Mittwochmorgen will Löw dann die Spieler auf eine "raffinierte Mannschaft mit hervorragenden Individualisten einstimmen und einschwören". Gleichzeitig reduzierte der DFB-Coach das Trainingspensum, damit Ballack im Spiel wieder "agieren, unsere Linie durchziehen und Akzente setzen. Flexibilität, Ordnung, Laufbereitschaft und Tempo sind die Basis."

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