Vor dem Viertelfinale
Mieser Rasen, große Sorgen

Die deutschen Fans strömen nach Basel - vor dem Viertelfinal-Spiel gegen Portugal steigt die Spannung. Noch ist unklar, ob die deutsche Elf mit Frings und Podolski auflaufen kann. Auf eine deutsche Niederlage hoffen vor allem die Österreicher.

HB. DÜSSELDORF. Vor dem Duell am Abend gegen die portugiesische Mannschaft steigt die Spannung im deutschen Lager. Basel erwartet einen wahren Ansturm deutscher Fans: Mit einer 17 Meter langen deutschen Flagge hat die Stadt am Autobahngrenzübergang Weil am Rhein die Fußballfans aus Deutschland empfangen. Zum EM-Viertelfinalspiel gegen Portugal am Donnerstagabend werden rund 40.000 Deutsche erwartet, heißt es.

Auf Sympathie durch zumindest einen der Gastgeber kann die DFB-Elf nicht vertrauen. Laut einer Umfrage gönnen die Österreicher nach dem Ausscheiden der eigenen Mannschaft allen Nationen den Titel mehr als den Deutschen. Demnach hoffen nur 2,2 Prozent der Befragten auf einen Turnier-Sieg der Deutschen, weitaus beliebter sind dagegen die Niederlande und Italien.

Die offensivstarken Südeuropäer um die Superstars Cristiano Ronaldo und Nuño Gomez gehen als Favoriten in die Begegnung, bei der Bundestrainer Joachim Löw sein Team nicht am Spielfeldrand betreuen darf nach einer Sperre durch die Uefa - im Viertelfinale muss Assistenztrainer Hansi Flick den Bundestrainer vertreten.

Ein anderer darf dagegen wieder ins Geschehen eingreifen: Bastian Schweinsteiger hat seine Rot-Sperre abgesessen und dürfte im linken Mittelfeld beginnen. "Es gibt natürlich den einen oder anderen Wechsel in der Mannschaft, denn ich habe mir nach den beiden Spielen, wo es eben nicht so lief, etwas einfallen lassen", sagte Löw zur Mannschaftsaufstellung. Schwächen hat der Bundestrainer in den letzten drei Spielen ausgemacht und stellt fest: "Eine Veränderung, zwei Veränderungen, taktische Korrekturen sind einfach vonnöten." Fraglich ist noch der Einsatz von Torsten Frings (Rippenbruch) und Lukas Podolski (Waden-Beschwerden). Zwar konnte Frings am Mittwoch in vollem Umfang mittrainieren, sein Einsatz gilt aber als gefährdet. Bei Stürmer Lukas Podolski gibt es dagegen Hoffnung, dass er trotz Wadenverletzung spielen kann. Der Sieger der Begegnung wird am kommenden Mittwoch im EM-Halbfinale auf den Gewinner des Spiels Türkei gegen Kroatien treffen.

Der frühere Fußball-Bundestrainer Berti Vogts hat indes Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack in Schutz genommen. "Ich kann nicht verstehen, warum die deutsche Presse ihn ständig angreift. Das kann ich nicht akzeptieren. Er ist der beste Spieler in Deutschland und einer der besten in Europa", sagte Vogts der norwegischen Zeitung Verdens Gang. Ballack sei "das Herz der Mannschaft, ein richtiger Anführer", ergänzte Vogts. Außerdem schieße Ballack wie zuletzt beim 1:0 im abschließenden Vorrundenspiel gegen Österreich wichtige Tore. "Er erzielt immer den Führungstreffer, den Ausgleich, oder das Siegtor. Nicht das 3:0 oder 4:0." Warum Ballack dennoch kritisiert wird, kann sich Vogts nicht so recht erklären. "Vielleicht liegt es daran, dass er nicht in der Bundesliga spielt, oder daran, dass er der Presse gegenüber nicht immer so freundlich ist. Ich weiß es nicht", sagte Vogts.

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