Vor der Bundesliga-Start
Schalke bekommt Baros nicht

Der tschechische Angreifer Milan Baros wird nicht vom englischen Traditionsclub FC Liverpool zum Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 wechseln. "Für uns ist das Thema gestorben", sagte Schalke-Manager Rudi Assauer am Montag.

HB GELSENKIRCHEN/MÜNCHEN. Der Champions-League-Sieger aus England hatte bei den Verhandlungen deutlich gemacht, dass er Baros nicht wie von Schalke gewünscht ausleihen, sondern für acht Millionen Euro verkaufen will. "Bei einer solchen Summe ist es für uns unmöglich, diesen Transfer zu stemmen. Dies ginge nur, wenn uns einer garantiert, dass wir in den nächsten drei Jahren in der Champions League spielen", sagte Assauer.

Der EM-Torschützenkönig hatte mit einem Wechsel zum deutschen Vizemeister geliebäugelt. Nicht zuletzt deshalb hatten sich die Schalker in den vergangenen Tagen intensiv um die Verpflichtung des tschechischen Nationalstürmers bemüht.

Dabei hatte selbst Meister Bayern München einen Wechsel von Baros von der Insel ins Revier befürwortet: "Ich fände das gut. Wir kennen ihn als hervorragenden Spieler, und wir brauchen starke Gegner", sagte Manager Uli Hoeneß. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge kommentierte die Transfer-Aktivitäten der Konkurrenz so: "Die Liga wird dadurch noch attraktiver, davon profitieren wir alle."

Die Schalker hatten nach den Nationalspielern Fabian Ernst (Bremen) und Kevin Kuranyi (Stuttgart) am Wochenende noch den dänischen Stürmer Sören Larsen (Stockholm) verpflichtet. Stuttgart hatte nach Jon Dahl Tomasson (AC Mailand) noch dessen dänischen Landsmann Jesper Grönkjaer (Atletico Madrid) engagiert.

Beim Double-Gewinner Bayern sind nun keine weiteren Einkäufe mehr geplant. Für die am Freitag beginnende Saison, die für die Bayern mit der Heim-Partie gegen Borussia Mönchengladbach startet, hat der Titelverteidiger Valérien Ismael (Bremen), Philipp Lahm (Stuttgart), Ali Karimi (Dubai) und Andreas Ottl (eigene Amateure) als Zugänge verpflichtet. Saisonziel sei die Titelverteidigung in Meisterschaft und DFB-Pokal und ein "möglichst erfolgreiches Abschneiden" in der Champions League, sagte Rummenigge.

Hoeneß und Rummenigge rechnen vor dem Liga-Start nicht mehr mit einer Einigung im Vertragspoker um Michael Ballack. "Wir haben unser Angebot abgegeben. Jetzt werde wir sehen, was passiert. Ballack und sein Berater sind ja auch ausgeschlafene Burschen", sagte Hoeneß. Der Vertrag des von Real Madrid umworbenen Kapitäns der deutschen Nationalmannschaft läuft im Sommer 2006 aus. Die Bayern wollen ihren Mittelfeldmann gerne für angeblich weitere vier Jahre an sich binden.

Keine Verhandlungen habe es bisher über eine Vertragsverlängerung mit Torwart Oliver Kahn gegeben. Diese würden aber wie bei allen anderen Spielern in Kürze beginnen, betonte Rummenigge. Insgesamt laufen bei den Bayern Verträge mit elf Akteuren im kommenden Sommer aus.

Einen Tag nach der Rückkehr von der Promotion-Tour nach Japan präsentierte sich die Bayern-Führungsspitze in einer Turnhalle auf dem Trainingsgelände trotz der Kräfte zehrenden Reise optimistisch. Nur Rummenigge hatte offensichtlich mit dem Jetlag zu kämpfen. Dennoch kündigte der AG-Chef weitere Asien-Reisen an. "Vielleicht geht es dann nach China." Der Rekordmeister hatte für den Trip nach Fernost zwei Millionen Euro kassiert und sich laut Rummenigge dort "besser präsentiert als Real Madrid und Manchester United".

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