Vor der Endrundenauslosung
Kritik an Fifa-Setzliste

Kaum hatte die Fifa die gesetzten Teams für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 benannt, hagelte es auch schon Kritik - und das vornehmlich aus Deuschland. Unmittelbar vor der Auslosung der Gruppen plädieren namhafte Experten für eine Änderung.

HB HAMBURG. Die Rangliste gebe nicht die sportliche Realität wieder, sagte DFB-Vize Werner Hackmann der in Hamburg erscheinenden Zeitschrift "Sport Bild". Allen voran plädierte er für eine Änderung.

Aktuell zählen für die Setzliste die Platzierungen bei den letzten drei Weltmeisterschaften und die Positionen in der Fifa-Rangliste der vergangenen drei Jahre. Gerechter wäre es, das Abschneiden bei den letzten zwei Weltmeisterschaften zu berücksichtigen, sagte Heckmann einer Mitteilung des Blattes zufolge. Eine dritte WM heranzuziehen, wäre zu viel, da diese schon zwölf Jahre her und deshalb sportlich wenig aussagekräftig sei. Vielmehr solle man die Kontinentalmeisterschaften wie die Europameisterschaft heranzuziehen, meinte Hackmann.

Kritik an den Kriterien der Fifa äußerte dem Blatt zufolge auch Ex-Bundestrainer Berti Vogts. Die Fifa-Weltrangliste sei nicht fair. Es könne nicht sein, dass ein Sieg der USA über die Cayman Islands genauso hoch eingeschätzt werde wie ein Sieg von Deutschland über Holland. Er schlug vor, das Abschneiden in den letzten zehn Jahren bei Welt- und Kontinentalmeisterschaften oder bei den letzten drei Weltmeisterschaften inklusive der Qualifikation zu zählen.

Auch Oliver Bierhoff, Manager des Nationalteams würde dem Bericht zufolge eine Neuregelung begrüßen. "Der Gedanke, die Kontinentalmeisterschaften mit einzubeziehen, ist nicht verkehrt, sie liegen schließlich nur zwei Jahre zurück", wurde Bierhoff zitiert. Er setzte sich zudem dafür ein, auch die WM-Qualifikationsspiele zu berücksichtigen.

Die Fifa hatte am Dienstag die in Lostopf 1 vertretenen und damit für die so genannten Gruppenköpfe gesetzten Teams bekannt gegeben. Außer Gastgeber Deutschland und Weltmeister Brasilien gehören Italien, Spanien, Argentinien, Frankreich, England und Mexiko dazu.

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