Vor Pokalfinale
Fans stimmen sich mit blau-weißer Party ein

Die Anhänger der beiden Pokalfinalisten haben das schöne Wetter in Berlin genutzt, um sich mit ausgelassenen Fußball-Parties in der ganzen Stadt friedlich für das Finale am Abend in Stimmung zu bringen.
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BerlinZehntausende Fußballfans tauchten die Hauptstadt heute in ein Meer aus Blau und Weiß. Grund war allerdings nicht die ansonsten im Olympiastadion beheimatete Hertha, sondern der MSV Duisburg und Bundesligist Schalke 04, die sich am Abend um die Krone im DFB-Pokal duellieren. Traumhaftes Wetter und sommerliche Temperaturen versetzten die Anhänger beider Fanlager zusätzlich in Partystimmung. Auch die Wirte der Straßencafés und Biergärten konnten sich über regen Andrang freuen.

Bereits am Morgen waren die ersten Fußballfreunde zwischen Hauptbahnhof, Reichstag und Brandenburger Tor unterwegs. Die Fans waren teils in der Nacht mit Bus angereist, manche kamen im Laufe des Vormittags mit dem eigenen Auto, der Bahn oder mit dem Flugzeug in Berlin an.

Die Schalker Fans versammelten sich vor allem rund um die Gedächtniskirche am Kurfürstendamm. Sogar das Schalker Pokal-Trikot in Brombeerfarbe war schon zu sehen. Am „Kudamm“ hatte der Schalker Hauptsponsor Gazprom mit den Fans eine große Fußball-Sause aufgezogen. Das Bier floss bei strahlender Sonne in Strömen. Einige Tausende „Knappen“-Fans übten bereits die Gesänge für den Abend: „Blau und Weiß - wie lieb ich dich“.

Die MSV-Fans versammelten sich derweil unweit des S-Bahnhofs Tiergarten am „Beach at the Box“. Auch hier Weiß-Blau, viel Bier, tolle Stimmung. Alle feierten friedlich - auch das ist schon Tradition beim Pokalfinale in Berlin. Größerer Streit zwischen Fans beider Vereine blieb bis zum Nachmittag aus, wie ein Polizeisprecher berichtete. Gemeinsam stiegen Duisburger und Schalker auch zur gerade wiedereröffneten „Goldelse“, der berühmten Berliner Siegessäule, empor.

Selbst Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer entpuppte sich als großer Fan des DFB-Pokals. „Der Pokal ist eine Attraktivität in Deutschland. In vielen anderen Ländern ist das nicht so“, lobte der Weltmeister von 1974 den seit 1935 ausgespielten Wettbewerb, der noch immer ständig an Anziehungskraft gewinnt. „Es besteht kein Grund, etwas zu ändern. Mit fehlt nichts“, sagte Beckenbauer zum nationalen Cup, der nun schon seit Jahren nach dem gleichen Modus ausgespielt wird. Es sei für Amateure und unterklassige Mannschaften ein schönes „Zuckerl“, gegen die Top-Clubs antreten zu können. Und vielleicht sogar zu gewinnen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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