Vorfreude auf das Duell mit Deutschland
Australien: „Socceros“ im Härtetest

Das letzte Duell zwischen den Kickern von „Down Under“ und der DFB-Elf liegt mittlerweile mehr als drei Jahrzehnte zurück.

Bei ihrer einzigen Teilnahme an einer WM-Endrunde verloren die Australier am 14. Juni 1974 zunächst 2:0 gegen die damalige DDR und später 3:0 gegen die Bundesrepublik. Obwohl Australien seitdem nicht mehr an einer WM Endrunde teilgenommen und auch nicht mehr gegen Deutschland gespielt hat, haben die "Socceros" einen weiten Weg auf der internationalen Fußballbühne hinter sich.

Die Mannschaft von 1974, die von dem legendären Rale Rasic trainiert wurde, war ein Haufen von in Australien kickenden Teilzeitfußballern, die schwer darauf angewiesen waren, außerhalb des Platzes Geld zu verdienen, um ihr Leben zu finanzieren. Heutzutage hat Australien über 180 Vollprofis, die in verschiedenen Ländern ihre Brötchen mit Fußball verdienen, etwa in England, Italien, Deutschland, Frankreich und Belgien.

Und Trainer Frank Farina verlässt sich fast ausschließlich auf diese Legionäre. Darunter sind eine Reihe von hochklassigen zumeist in England beschäftigten Spielern wie Harry Kewell vom FC Liverpool, Mark Viduka und Mark Schwarzer von Middlesborough, der neue australische Goldjunge Tim Cahill von Everton sowie Brett Emerton und Lucas Neill von Blackburn. Die eleganten Mittelfeldspieler Marco Bresciano und Vince Grella spielen für Parma in der ersten italienischen Liga, einige deutsche Fans werden Paul Agostino (1860 München), Frank Juric (Hannover 96) und den australischen Kapitän Craig Moore kennen, der bis vor kurzem bei Mönchengladbach spielte.

Zum Leidwesen der australischen Mannschaft kann Kewell den Confed Cup nicht mitspielen, weil er sich im dramatischen Champions-League-Finale gegen den AC Mailand verletzte. Sein Ausfall ist ein verheerender Schlag für Farina, der zudem um Bresciano, Grella und Torhüter Zeljko Kalac fürchten muss, die in ihren italienischen Klubs für Relegations- und Werbespiele benötigt werden.

Zum Ärger für den australischen Fußballverband sind die Situationen "Klub contra Nationalmannschaft" schon immer ein großes Problem gewesen. Farina, der sich oft mit den Klubtrainern darum streiten muss, ob sie die Spieler für die Nationalmannschaft frei stellen, macht diese Situation das Leben als Trainer sehr schwer.

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