Vorschau auf den 17. Spieltag der Fußball-Bundesliga
Dreikampf um die Herbstmeisterschaft

Sportlich ist sie ohne Wert, doch sie gilt als gutes Omen: Die Herbstmeisterschaft verhilft im Kampf um den Titel in der Fußball-Bundesliga zu einem psychologischen Vorteil.

dpa DÜSSELDORF. Wer seit der Einführung der Drei-Punkte-Regel als Tabellenführer Weihnachten feierte, war in neun von elf Fällen auch am Saisonende vorn. Nicht zuletzt deshalb hofft Thomas Schaaf auf einen erfolgreichen Abschluss der Hinrunde. „Es ist eine schöne Situation, vorneweg zu gehen. Da weiß man, dass die anderen etwas aufzuholen haben“, sagte der Trainer von Werder Bremen.

Der Spitzenreiter gilt vor dem finalen Dreikampf um den inoffiziellen Titel als Favorit. Anders als der punktgleiche Verfolger Schalke 04 und der nur zwei Zähler entfernte Tabellendritte aus Stuttgart genießt die derzeit stärkste deutsche Mannschaft am letzten Hinrunden-Spieltag Heimrecht. Mit einem Sieg gegen Wolfsburg könnten die Bremer bereits zum sechsten Mal als Erster überwintern.

Weniger gute Erfahrungen mit der Herbstmeisterschaft hat Schalke 04 gemacht. Zwei Mal (2000/2 001, 1971/1 972) lag der Revierclub nach 17 Spielrunden vorn, zwei Mal wurde er noch von den Bayern überflügelt. Dennoch liebäugelt Trainer Mirko Slomka vor dem Spiel in Bielefeld mit einem Wechsel an der Spitze. „Wir wollen Bremen unter Druck setzen. Es wäre schön, wenn die Wölfe ihnen ein Bein stellen.“ Nach sieben Spiele ohne Niederlage geht der wochenlange Medienboykott der Profis zu Ende. „Die Spieler haben sich darauf verständigt, dass keiner mehr in Sippenhaft genommen wird. Der ein oder andere wird nach dem Spiel reden“, kündigte Manager Andreas Müller an.

Einziges Überraschungsteam im Kreis der Herbstmeister-Aspiranten ist Stuttgart. In den vergangenen 13 Spielen gab es nur eine Niederlage, in den vorigen sechs Partien nur drei Gegentore. Am Ende einer unerwartet starken Vorrunde könnten die Schwaben im Falle einer Niederlagen der Bremer und Schalker sogar noch den Platz an der Sonne einnehmen. Doch daran mag Armin Veh mit Blick auf das Duell in Cottbus nicht glauben. Vielmehr fürchtet der Trainer eine „vorweihnachtliche Stimmung“ seiner Profis: „Wir müssen aufpassen, dass sie sich nicht zu sehr auf den Urlaub freuen.“

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