Vorschau auf den 24. Spieltag der Fußball-Bundesliga
Europacup-Schlappen verschärfen Diskussion

dpa DÜSSELDORF. Vier Spiele, vier Niederlagen, jede Menge Hohn und Spott - nach den Europacup-Pleiten der DFB-Vertreter steht die Fußball-Bundesliga am Pranger.

Zehn Spieltage vor dem Saisonfinale und drei Monate vor WM-Beginn wird mehr denn je über das schwindende Niveau der höchsten deutschen Spielklasse debattiert. Die durch das 1:4 der Nationalmannschaft gegen Italien ausgelöste Diskussion hat sich mit den zumeist unwürdigen Auftritten der Clubs auf europäischer Bühne noch verschärft. Zu guter Letzt lieferten der Hamburger SV und der FC Schalke den Kritikern Argumentationshilfe.

Während andere Bundesliga-Repräsentanten vor einer Überbewertung der Pleiten-Serie warnten, nahm Heribert Bruchhagen kein Blatt vor den Mund. „Wir müssen akzeptieren, dass wir keine führende Fußball- Nation mehr sind“, befand der Vorstandsvorsitzende von Eintracht Frankfurt. Im Ausland wird die Entwicklung ähnlich kritisch bewertet, wie die hämischen Schlagzeilen diverser Zeitungen beweisen. Selbst das nicht gerade als Fußball-Großmacht bekannte Rumänien haben den Respekt längst verloren. „Rapid hat die Mannschaft der Stunde in Deutschland in ihre Einzelteile zerlegt“, spottete die Zeitung „Pro Sport“ nach dem 0:2 des HSV bei Rapid Bukarest.

Auch die zuletzt hoch gelobten Schalker wurden Opfer der „Italien-Phobie“. Nach den Niederlagen der Nationalmannschaft in Florenz, der Bayern in Mailand (1:4) und der Bremer (1:2) in Turin traf es den Revierclub in Palermo. Mit dem 0:1 schwanden die Hoffnungen vieler deutscher Fans, dass die Mannschaft des zum ersten Mal besiegten neuen Cheftrainers Mirko Slomka einen Beitrag zur Ehrenrettung der Bundesliga leisten könnte. Anders als Bruchhagen wollte Schalkes Teammanager Andreas Müller daraus allerdings keinen generellen Trend ableiten: „Sicher ist es schmerzhaft, wenn man in einer Woche vier Mal verliert. Aber es ist nur eine Momentaufnahme. Und wir haben ja auch noch eine Chance, das im Rückspiel zu korrigieren.“

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