Vorschau auf den 27. Spieltag in der Fußball-Bundesliga
Bremen lauert auf seine Chance

Alles blickt gespannt auf das Gipfeltreffen in der Isar-Metropole zwischen Bayern München und FC Schalke 04. Der große Gewinner des 27. Spieltages der Fußball-Bundesliga könnte jedoch Werder Bremen in der Lausitz werden.

dpa DÜSSELDORF. „Wir sind nur auf unser Spiel konzentriert, dort ist es wichtig, eine gute Leistung zu zeigen“, sagte Werder-Chefcoach Thomas Schaaf vor dem Gastspiel bei Energie Cottbus gewohnt zurückhaltend. „Wir müssen unsere eigenen Ziele erreichen, dann könnten wir uns auch über ein gutes Ergebnis in dem anderen Spiel freuen.“ Bei einer Niederlage von Spitzenreiter Schalke an der Isar und einem Sieg in Cottbus würden die Bremer nach sieben Spieltagen wieder Platz eins erobern.

„Die Meisterschaft wird noch nicht in München entschieden“, meinte Schalke-Manager Andreas Müller. „Danach haben wir sieben weitere Punktspiele, in denen sehr viel passieren kann.“ Da ein Sieg gegen den mit einem Neun-Punkte-Rückstand auf Platz vier rangierenden Titelverteidiger einen „großen Schub“ bringen könnte, lautet die selbstbewusste Devise seines Trainers Mirko Slomka: „Wir wissen um unsere Stärke und wollen dieses Spiel unbedingt gewinnen.“

Als Vorteil sieht er, dass beim FC Bayern mit einer Niederlage nicht nur der letzte Funken Hoffnung auf den Titel verglimmt, sondern auch die Champions-League-Teilnahme 2007/2 008 in weite Ferne rückt. „Wenn München verliert, wird der Abstand zum VfB Stuttgart und zum Qualifikationsspiel für die Königsklasse größer“, stichelte Slomka. Die Retourkutsche von der Isar folgte prompt. „Schalke muss nun beweisen, dass es mit Druck umgehen kann“, sagte Nationalspieler Philipp Lahm. Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld will das Schlagerspiel nutzen, um ein deutliches Signal zu setzen: „Meine Mannschaft brennt darauf zu zeigen, wer die beste Mannschaft der Bundesliga ist.“

Zur Absicherung des Europacup-Platzes möchte der Tabellendritte VfB Stuttgart die Konstellation des Spieltages nutzen. „Von Schlüsselspielen rede ich ja grundsätzlich nicht gerne, aber ohne Zweifel ist die Partie gegen Alemannia Aachen für uns ein ganz wichtiges“, meinte VfB-Trainer Armin Veh, der nach vier Begegnungen ohne Sieg auf die Wende hofft. Der anreisende Aufsteiger, immerhin bis auf Platz neun hoch geklettert, übt sich in Bescheidenheit. „Der VfB geht als Favorit ins Spiel“, sagte Aachens Trainer Michael Frontzeck, der 1992 als Profi mit Stuttgart deutscher Meister wurde.

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