Vorwurf der Verbraucherzentrale NRW
Shell „dribbelt“ Fifa angeblich mit WM-Karten aus

Die Tankstellen-Kette Shell soll nach Angaben der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen Tickets für die Fußball- Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland zu einem vielfachen des offiziellen Verkaufspreises im Internet versteigert haben.

HB DÜSSELDORF. Das Unternehmen habe 100 Tickets für Gruppenspiele an Besitzer von Firmen-Kundenkarten für bis zu 400 Euro je Karte veräußert, berichtete die Verbraucherzentrale am Donnerstag in Düsseldorf. Der offizielle Verkaufspreis liege dagegen bei 60 bis 100 Euro. Den Preis hätten die Käufer in Form von Bonuspunkten gezahlt, die sie mit dem Kauf von Kraftstoff oder anderen Artikeln gesammelt hatten.

Zwar seien WM-Tickets generell mit einem Chip gesichert, um überhöhte Preise oder Schwarzmarkt-Handel mit den begehrten Karten zu verhindern, doch das Unternehmen habe das System "ausgedribbelt", so die Verbraucherschützer. Die Tickets habe der WM-Sponsor Continental der Shell überlassen, die selbst nicht zu den Partnern oder Förderern der WM gehört. Die Versteigerung sei aber von der FIFA abgesegnet worden. Shell nahm zu den Veröffentlichungen der Verbraucherschützer bis zum Donnerstagnachmittag keine Stellung.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%