VW-Klub Wolfsburg
Die ungeliebte Nummer zwei

Spätestens seit dieser Saison ist der VfL Wolfsburg der erste Verfolger des FC Bayern, der zweite „Leuchtturm“ in Fußball-Deutschland. So wirklich geliebt fühlt sich der Verein jedoch nicht. Zu Recht.
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DüsseldorfNormalerweise macht Erfolg beliebt, so auch im Fußball. Nach dem FC Bayern ist der VfL Wolfsburg in dieser Saison wohl das stärkste Team der Bundesliga, die Herzen der Republik fliegen den Wölfen jedoch auch weiterhin nicht zu.

Und das, obwohl auch das Spiel des VfL dank Stars wie Andre Schürrle und Kevin De Bruyne immer attraktiver wird. Geliebt fühlt sich der Klub jedoch noch immer nicht. Und reagiert darauf gereizt.
Nach dem Sieg des BVB in München jubelte die Presse deutschlandweit.

Vor allem, weil Jürgen Klopps Traum von einer letzten LKW-Runde um den Borsigplatz weiterlebt. So etwas erzeugt Bilder im Kopf, Emotionen, die man nicht kaufen kann. Ein schwarz-gelbes Fahnenmeer, ein strahlender Klopp, der als Triumphator nach einer jetzt schon legendären Ära abritt.

Der Final-Einzug der Wolfsburger einen Tag später wurde dagegen eher abgenickt, einen ähnlich emotionalen Triumphzug konnte sich in Wolfsburg keiner so recht vorstellen. Auch nicht Jürgen Klopp: „Das Olympiastadion wird schwarz-gelb sein. Es sei denn, VW gibt an diesem Tag dem ganzen Werk frei“.

Dieser Spruch machte Wolfsburg-Boss Thomas Allofs etwas grantig: „Sie sollen ja ruhig um den Borsigplatz fahren, halt nur ohne Pokal“. Und auch Stürmer Ivan Perisic, ein Ex-Borusse, schoss direkt gegen seinen ehemaligen Trainer.

„Wir wollen dafür sorgen, dass Klopp mit einer Niederlage geht“, sagte der Kroate. Der geriet bereits in seiner Dortmunder Zeit mehrmals mit Klopp aneinander, dennoch sind solche gereizten Kampfansagen ein Indiz für einen latenten Minderwertigkeitskomplex, der sich in Wolfsburg mehr und mehr breit macht.

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Die ungeliebte Nummer zwei

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Paradebeispiel eines Plastik-Klubs

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