Wachstum im Fußball: Darum sind die Premium-Kunden so wichtig

Wachstum im Fußball
Die Bundesliga braucht größere Stadien

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Darum sind die Premium-Kunden so wichtig

Ein großes Stadion bietet eine solide Einnahmequelle für die Vereine. Bei einem Klub, der regelmäßig in der Champions League spielen möchte, sollten schon mindestens 50.000 Zuschauer hineinpassen. Dieses Kriterium erfüllen derzeit nur die Hälfte der Bundesliga-Stadien. Die ambitionierten Werksklubs Bayer 04 und Wolfsburg liegen sogar deutlich unter dieser Schwelle. Hier ist die Fankultur jedoch auch weniger gut entwickelt.

Ein modernes Fußballstadion bietet inzwischen Plätze für sehr unterschiedliche Fangruppen. Entsprechend verteilen sich auch die Einnahmen. Im Schnitt kommen jeweils ein Drittel des Ticket-Umsatzes aus den Bereichen Tages-, Dauer- und VIP-Karten. Überraschend an dieser Verteilung ist der hohe Anteil der Premium-Kunden.

Wer mit einem Ticket für den Logenbereich ein Spiel besucht, muss dafür zwischen 120 und 600 Euro bezahlen. Das liegt deutlich über dem Niveau einer normalen Einzelkarte. Leisten können sich das meist nur vermögende Fußballfans oder Unternehmen. Viele Firmen kaufen sich ein Kontingent an Logen- oder VIP-Plätzen, um Kunden und Freunde einzuladen.

Alle Vereine bauen diesen Bereich aus, indem sie die Qualität und die Zahl der VIP-Plätze erhöhen. Denn der gehobene Bereich bietet den größten Hebel, um die Stadion-Einnahmen zu erhöhen. Das Preisniveau von Stehplätzen steigt dagegen nur sehr moderat. Manche Vereine schließen Erhöhungen sogar aus und begründen dies mit dem Erhalt der Fankultur.

„Englische Verhältnisse“ wollen viele Klubs vermeiden. Darunter verstehen sie einen Wandel in der Besucherstruktur und der Fankultur. In England erhöhten die Vereine die Eintrittspreise so stark, dass viele einkommensschwache Fans sich das Vergnügen nicht mehr leisten konnten. Sie sind ausgewichen auf TV-Übertragungen – entweder zuhause oder in Pubs.

Eigenen Schätzungen zufolge bringen Tickets (Tages, Dauer- und VIP-Karten) in Bundesliga-Stadien pro Saison insgesamt zwischen neun und 60 Millionen Euro pro Saison. Die Spanne ist also gewaltig. Gerade Vereine mit kleineren Stadien und qualitativ schlechteren VIP-Bereichen haben da noch viel Potenzial für Umsatzanstiege.

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  • Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme.

  • Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

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