Wachstum im Gaming-Markt
Warum Schalke in E-Sports investiert – und Dortmund nicht

E-Sports, der virtuelle Wettbewerb unter Videospielern, avanciert zum heiligen Gral im Sport-Marketing. Sportklubs, Unternehmen und Agenturen wittern Zugang zu heißbegehrten Zielgruppen – doch es ist Vorsicht geboten.
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KölnSchalke macht’s, Wolfsburg, Leipzig und Stuttgart auch. Dortmund nicht. Worum es geht? E-Sports. Das Schlagwort hat sich zum Überbegriff für Videospielwettbewerbe etabliert, und ist sowohl plakativ als auch irreführend. Die Kombination aus Sport und Gaming lenkt gedanklich oft auf den erfolgreichen Markt für Sportspiele wie die Fußballsimulationen der Fifa- und Pro-Evolution-Reihen.

Doch das ist nur ein Teil der gesamten Branche. Die Superstars und Megaevents im E-Sport drehen sich praktisch um andere Disziplinen. Eines der beliebtesten: League of Legends. Die einzigen Bälle, die hier fliegen, sind aus Feuer: Bei „LoL“ kämpfen online Fünferteams gegeneinander darum, die Basis des Gegners zu erobern.

Im E-Sport werden ganze Ligen und Turniere gespielt, die größten Veranstaltungen ziehen zehntausende Menschen an – in Arenen und Stadien, wohlgemerkt. Im November werden die Weltmeisterschaften im Pekinger Olympiastadion vor 80.000 Zuschauern ausgetragen. Das Finale 2014 sahen online weltweit 27 Millionen Menschen.

Und das in einer für Werber und Unternehmen höchst attraktiven Zielgruppe: Junge Frauen und Männer, emotional und zeitlich stark in das Produkt engagiert, häufig gut gebildet und einkommensstark. Entsprechend herrscht eine Art Goldgräberstimmung rund um E-Sports. Das zeigte sich deutlich beim Fachkongress „Spobis Gaming & Media“.

Das Event hat in diesem Jahr erstmalig und im Vorfeld des Branchenhighlights Gamescom in Köln stattgefunden. Das Ziel: Austausch zwischen E-Sportlern, Sportagenturen, Unternehmen und Medien. Und das Treffen ließ erahnen, wie ernst gerade das Sportmarketing inzwischen den Gaming-Trend nimmt.

 Vodafone entsandte den Chef der Markenentwicklung, die Telekom ihren Mediendirektor, Spielehersteller Eletronic Arts den Vizepräsidenten für den europäischen Markt. Den Datenrahmen lieferte unter anderem die Sport-Abteilung des führenden Marktforschers Nielsen.

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Die Bundesliga hinkt hinterher

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BVB vernachlässigt E-Sport bewusst

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