Wachstum im Gaming-Markt

Warum Schalke in E-Sports investiert – und Dortmund nicht

E-Sports, der virtuelle Wettbewerb unter Videospielern, avanciert zum heiligen Gral im Sport-Marketing. Sportklubs, Unternehmen und Agenturen wittern Zugang zu heißbegehrten Zielgruppen – doch es ist Vorsicht geboten.
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Der Spieler des FC Schalke ist in der E-Sport-Szene eine Marke – und wird auch von Schalke-Fans bejubelt. Quelle: dpa
Tim Schwartmann

Der Spieler des FC Schalke ist in der E-Sport-Szene eine Marke – und wird auch von Schalke-Fans bejubelt.

(Foto: dpa)

KölnSchalke macht’s, Wolfsburg, Leipzig und Stuttgart auch. Dortmund nicht. Worum es geht? E-Sports. Das Schlagwort hat sich zum Überbegriff für Videospielwettbewerbe etabliert, und ist sowohl plakativ als auch irreführend. Die Kombination aus Sport und Gaming lenkt gedanklich oft auf den erfolgreichen Markt für Sportspiele wie die Fußballsimulationen der Fifa- und Pro-Evolution-Reihen.

Doch das ist nur ein Teil der gesamten Branche. Die Superstars und Megaevents im E-Sport drehen sich praktisch um andere Disziplinen. Eines der beliebtesten: League of Legends. Die einzigen Bälle, die hier fliegen, sind aus Feuer: Bei „LoL“ kämpfen online Fünferteams gegeneinander darum, die Basis des Gegners zu erobern.

Im E-Sport werden ganze Ligen und Turniere gespielt, die größten Veranstaltungen ziehen zehntausende Menschen an – in Arenen und Stadien, wohlgemerkt. Im November werden die Weltmeisterschaften im Pekinger Olympiastadion vor 80.000 Zuschauern ausgetragen. Das Finale 2014 sahen online weltweit 27 Millionen Menschen.

„Wir rammen hier ein dickes, fettes Stoppschild rein“
Eins
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Zum ersten Mal in seiner Clubgeschichte verlor der 2009 gegründete RB Leipzig ein Saison-Auftaktspiel. Auf Schalke unterlagen die Sachsen mit 0:2.

Vier
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Vier Trainer gaben ihr Bundesliga-Debüt: Schalkes Domenico Tedesco und Dortmunds Peter Bosz (Foto) siegten, Mainz' Sandro Schwarz und Stuttgarts Hannes Wolf verloren.

Fünf
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Seit der Niederlage im DFB-Pokalfinale 2015 hat der BVB jedes Ligaspiel gegen Wolfsburg gewonnen. Der Sieg am Samstag war der fünfte hintereinander.

Elf
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Unter der Regie von Trainer André Breitenreiter (Bild) hat Hannover 96 keines der vergangenen elf Pflichtspiele – acht Siege und drei Remis – verloren.

Elf
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Am 11. August wurde Olivia Valentina, die Tochter von Mathew Leckie (2.v.l.), geboren. Der Australier trägt bei Hertha die Rückennummer 11. Gegen Stuttgart erzielte er dann 1 + 1 Tore.

Achtzehn
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Mit 18 Jahren und 242 Tagen ist HSV-Zugang Rick van Drongelen (r.) der bisher jüngste Niederländer in der Bundesliga.

Fünfzig
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50 Bundesligaspiele hat André Kramaric (r.) für die TSG 1899 Hoffenheim absolviert. Sein kleines Jubiläum krönte der Kroate mit dem Siegtor gegen Werder Bremen.

Und das in einer für Werber und Unternehmen höchst attraktiven Zielgruppe: Junge Frauen und Männer, emotional und zeitlich stark in das Produkt engagiert, häufig gut gebildet und einkommensstark. Entsprechend herrscht eine Art Goldgräberstimmung rund um E-Sports. Das zeigte sich deutlich beim Fachkongress „Spobis Gaming & Media“.

Das Event hat in diesem Jahr erstmalig und im Vorfeld des Branchenhighlights Gamescom in Köln stattgefunden. Das Ziel: Austausch zwischen E-Sportlern, Sportagenturen, Unternehmen und Medien. Und das Treffen ließ erahnen, wie ernst gerade das Sportmarketing inzwischen den Gaming-Trend nimmt.

 Vodafone entsandte den Chef der Markenentwicklung, die Telekom ihren Mediendirektor, Spielehersteller Eletronic Arts den Vizepräsidenten für den europäischen Markt. Den Datenrahmen lieferte unter anderem die Sport-Abteilung des führenden Marktforschers Nielsen.

Die Bundesliga hinkt hinterher
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