Wechsel an DFB-Spitze Regionalliga-Reform gibt DFB-Bundestag Brisanz

Redner Quelle: dpa

Theo Zwanziger spricht 2005 beim Außerordentlichen Bundestages des DFB.

(Foto: dpa)

dpa FRANKFURT/MAIN. Der endgültige Wechsel an der Spitze von Gerhard Mayer-Vorfelder zu Theo Zwanziger ist reine Formsache, doch die Fußball-Basis steht beim DFB-Bundestag vor einer Revolution.

Eine Durchsetzung der weiter heftig umstrittenen Regionalliga-Reform hätte Auswirkungen auf Vereine bis in die unterste Amateurklasse und sorgt in den Landesverbänden für entsprechend großen Wirbel. „Von den Dingen, die abzustimmen sind, wird das der schwierigste Punkt“, sagte der designierte alleinige Präsident Zwanziger vor dem Treffen der 258 Delegierten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt/Main. „Das wird ein sehr wichtiger Prozess sein.“

Eilige Kompromissvorschläge, Vertagungsanträge und letztlich auch Kampfabstimmungen können dem Außerordentlichen Bundestag eine noch nicht absehbare Brisanz verleihen und die Meinungsverschiedenheiten zwischen Profi-Clubs und Amateuren mit neuen Machtkämpfen wieder zu Tage fördern. Sogar das Präsidenten-Duo Mayer-Vorfelder und Zwanziger - sonst keineswegs immer einer Meinung - hält ein Scheitern der Einführung der geplanten eingleisigen 3. Liga längst nicht mehr für ausgeschlossen. „Ich glaube, dass man es beim Alten belässt, weil die Fragen, die die Leute bewegen, nicht geklärt werden können“, sagte Mayer-Vorfelder.

Geradezu geräuschlos vollzieht sich daneben die endgültige Machtübernahme Zwanzigers und damit auch der Rückzug von Mayer-Vorfelder aus dem größten Sportfachverband der Welt. Die im Sommer 2004 mit dem Komplott von Barsinghausen durch Mitglieder des DFB-Präsidiums eingeleitete schleichende Entmachtung des langjährigen Spitzen-Funktionärs stellt den DFB vor keine große Herausforderung.

Mayer-Vorfelder wurde als Teil der zunächst umstrittenen, letztlich aber von allen Seiten gut geheißenen Doppelspitze ein würdiger Abschied ermöglicht. Doch der Stachel sitzt noch heute tief. „Das hat mich auch verletzt, das muss ich schon sagen. Das waren Leute, die mit mir im Präsidium saßen und mir hätten sagen können, was ihnen gefällt und was nicht. Ich habe nichts gegen Kritik oder auch Konfrontation, nur offen muss sie sein“, sagte „MV“.

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