Weg für abendliche Spiele frei
Bundesrat erlaubt mehr Lärm während der WM

Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 darf es in Deutschland rund um die Stadien lauter werden als sonst die Vorschriften erlauben. Der Bundesrat stimmte am Freitag der vom Bundeskabinett geänderten Sportanlagenlärmschutzverordnung zu und räumte damit eine Hürde für Spiele am Abend beiseite.

HB BERLIN. Eine Ausnahmeregelung lässt künftig "internationale und nationale Sportveranstaltungen von herausragender Bedeutung auch bis in die Nachstunden nach 22 Uhr" zu. Für Leichtathletikwettkämpfe gilt die Ausnahme in der Mittagszeit von 13 bis 15 Uhr.

Nach der geltenden Verordnung hätte möglicherweise nach 22 Uhr wegen der Lärmbelastung nicht mehr gespielt werden können. Der neu in die Verordnung eingefügten Passus lässt nun Ausnahmen für die Austragung von Sportveranstaltungen im öffentlichen Interesse zu. Für herkömmliche Bundesliga-Spiele soll keine Ausnahme von den Lärmgrenzwerten zugelassen werden.

Für die Nachtstunden nach 22 Uhr gilt für Sportanlagen grundsätzlich, dass der Lärm den Höchstwert von 55 Dezibel A nicht überschreiten darf. Dadurch ist die Durchführung von Sportveranstaltungen aber beispielsweise im Berliner Olympiastadium gefährdet, wenn sie erst um 20 Uhr anfangen und bis in die Nachtzeit gehen können. Die jetzt ermöglichten Ausnahmen müssen bei der zuständigen Behörde beantragt werden.

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