Weltfußballer-Wahl: Ronaldo gilt als Favorit

Weltfußballer-Wahl
Ronaldo gilt als Favorit

Manuel Neuer ist mit dem FC Bayern ins Trainingslager nach Katar aufgebrochen, steht am Montag aber schon wieder bei der Weltfußballer-Gala im Rampenlicht. Viele Experten plädieren für ihn. Favorit ist aber ein anderer.
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München/DohaIm Trainingsanzug bestieg Manuel Neuer am Freitag den Flieger Richtung Katar. Es wird für den Weltmeister nur ein kurzer Aufenthalt im exquisiten Trainingsquartier des FC Bayern München. Bereits am Montag wird der deutsche Nationaltorhüter auf der Bühne zur Wahl des Weltfußballers in Zürich eine Hauptrolle einnehmen. Und geht es nach Bundestrainer Joachim Löw und Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer, hat auch nur Neuer den Erhalt des Goldenen Balls im Kongresshaus unter den drei Auserwählten verdient und nicht etwa Christiano Ronaldo oder Lionel Messi.

Doch Handelsblatt Online hat aus sportpolitischen Kreisen erfahren, dass Ronaldo Favorit auf den Titel ist – und nicht Manuel Neuer. Für Ronaldo, der mit Portugal in der Vorrunde ausgeschieden war, sprechen zwar die starken Vorstellungen im Klub: Mit 17 Toren schoss er Real Madrid zum Champions-League-Triumph, in der Primera Division wurde er mit 31 Treffern Torschützenkönig.

Aber Manuel Neuer hat auf seiner Position mindestens genauso außergewöhnliche Leistungen gezeigt: „Er hat in den letzten Jahren das Torhüter-Spiel geprägt wie niemand vor ihm, ist eine unglaubliche Persönlichkeit, auch neben dem Platz. Bei der WM hat er der ganzen Welt gezeigt, welche außergewöhnlichen Qualitäten er hat“, sagte Löw in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung (Freitag). „Alles andere als seine Wahl würde mich enttäuschen.“ Löw, der als Bundestrainer stimmberechtigt war und in Zürich auf die Auszeichnung des Welttrainers hoffen darf, hat selbstverständlich für seine Nummer Eins gestimmt.

Ein großer Fürsprecher ist auch Sammer. „Gehört der Torhüter zu einer Mannschaft oder nicht. Wenn er dazugehört, dann gibt es nur einen, der gewinnen kann, und das ist er“, sagte Sammer am Freitag vor der Abreise. „Wenn er es jetzt nicht werden kann, als Weltmeister und wie er das Turnier gespielt hat, dann weiß ich auch nicht mehr.“

In Brasilien war Neuer der große Rückhalt des deutschen Teams beim vierten WM-Triumph. Der 28-Jährige kassierte in den sieben Spielen nur vier Gegentore, war gerade in den kniffligen Spielen gegen Frankreich und Argentinien (jeweils 1:0) nicht zu bezwingen, im Achtelfinale gegen Algerien (2:1) zeigte er gar Libero-Qualitäten.

Trotzdem wurde Messi zum besten Spieler des Turniers gewählt. Eine Fifa-Wahl, die sogar der eigene Präsident Joseph Blatter infrage stellte. „Soll ich diplomatisch sein oder die Wahrheit sagen? Ich war selbst ein bisschen überrascht, dass Messi zum besten Spieler gewählt wurde.“

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Neuer hat prominente Fürsprecher

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