Weltmeister in der EM-Quali
Warum ein Sieg gegen Polen schwer wird

Deutschland muss heute gegen Polen gewinnen. Das wäre ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Europameisterschaft in Frankreich. Doch wie leicht das schief gehen kann, zeigt der Fall der Niederlande.

DüsseldorfManche nennen das Spiel gegen Polen heute Abend (20.45 Uhr, RTL) das „wichtigste Länderspiel seit dem WM-Finale 2014“. So bedeutend ist es zwar nicht, doch alles andere als ein Sieg wäre sehr peinlich für den Weltmeister. Schließlich wollen sich die Deutschen nicht so wie die Niederlande zur Europameisterschaft (EM) nach Frankreich zittern.

Da bei der EM erstmals 24 Teams um den Titel spielen, reicht in manchen Fällen auch ein dritter Platz in der Vorrunde, um am Ende doch noch ein Ticket für das Turnier zu lösen. Doch so viel Stress will sich kein Team gerne aufbürden, erst recht nicht die Deutschen. Deshalb möchte Bundestrainer Jogi Löw nun gegen Polen und am Montag in Schottland unbedingt punkten. Am besten sollen gleich zwei Siege her.

Doch gerade gegen die Polen dürfte das Vorhaben sehr schwer werden. Denn der Nachbar kommt nicht nur mit viel Selbstbewusstsein nach Frankfurt. Die Polen spielen auch sehr clever. Sie werden – wie im Hinspiel, das sie mit 2:0 gewannen – den Deutschen wieder den Ball überlassen. Um dann im richtigen Moment die deutsche Abwehr mit schnellen Kontern auszuhebeln.


Joachim Löw weiß um diese Strategie: „Wir müssen uns einer defensiven Übermacht stellen.“ Und auch um die besondere Tabellensituation. Vier Spieltage vor dem Ende könnte der Weltmeister sogar auf Rang drei zurückfallen, wenn die Schotten gegen Georgien gewinnen und Deutschland gegen Polen erneut verliert. Dann wäre das Match am Montag in Glasgow schon ein kleines Endspiel.

Star der Polen ist Bayern-Stürmer Robert Lewandowski, einer der besten Mittelstürmer auf der Welt. Ihn wollen die Deutschen natürlich unbedingt in Schach halten – und haben dabei zwei Verteidiger auf dem Feld, die den Polen sehr gut kennen: Mats Hummels von Borussia Dortmund, wo Lewandowski früher kickte; und Jérôme Boateng vom FC Bayern München, wo er heute unter Vertrag ist.

In sechs Qualifikations-Partien hat Lewandowski allerdings schon sieben Mal für Polen getroffen. Sein Bayern-Kollege Mario Götze sagt über ihn: „Wenn man einen Mittelstürmer beschreiben müsste, würde ich sagen, dass Lewi alles mitbringt. Er ist eiskalt vor dem Tor.“ Zum Glück ist das Thomas Müller ebenfalls. Der Münchner ist mit fünf Treffern der beste deutsche Torschütze in der EM-Quali.

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Löw: „Der Gegner ist gefährlich“

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