Werbepanne für Opel Marco Reus fährt jahrelang ohne Führerschein

BVB-Star Marco Reus ist jahrelang ohne Führerschein gefahren und soll sogar bei einer Kontrolle falsche Papiere vorgezeigt haben. Nun muss er eine hohe Strafe von 540.000 Euro zahlen. Peinlich für den BVB-Sponsor Opel.
Update: 18.12.2014 - 18:00 Uhr 13 Kommentare
Marco Reus ist begehrt. Er kann Borussia Dortmund im kommenden Sommer trotz seines bis 2017 laufenden Vertrages aufgrund einer Ausstiegsklausel für kolportierte 25 Millionen Euro verlassen. Quelle: dpa

Marco Reus ist begehrt. Er kann Borussia Dortmund im kommenden Sommer trotz seines bis 2017 laufenden Vertrages aufgrund einer Ausstiegsklausel für kolportierte 25 Millionen Euro verlassen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer Fußballer Marco Reus hat einen Strafbefehl über 540.000 Euro erhalten. Dies berichtet „Bild“ in seiner Donnerstagsausgabe. Ausgestellt hat ihn die Staatsanwaltschaft in Dortmund. Der Grund: Fahren ohne Führerschein – und zwar in mehreren Fällen zwischen September 2011 und März 2014, wie der Dortmunder Oberstaatsanwalt Henner Kruse der Zeitung zufolge sagte.

Aufgefallen war Reus zuletzt bei einer Kontrolle am 18. März 2014, als er in seinem Sportwagen vom BVB-Trainingsgelände fuhr. Dabei soll Reus einen gefälschten holländischen Führerschein gezeigt haben. Das berichtet der WDR unter Berufung auf den Strafbefehl. Oberstaatsanwältin Barbara Vogelsang wollte die Angaben weder bestätigen noch dementieren. Bei der Überprüfung seiner Daten sei dann aufgefallen, dass Reus gar keine gültige Fahrerlaubnis besitzt.

Die Polizisten schreiben eine Anzeige. Und gleichzeitig ermitteln die Kollegen weiter. Denn Reus ist als Autofahrer bereits mehrfach aufgefallen, wie die Ermittler feststellen. Er war seit September 2011 in mehreren Fällen wegen zu schnellen Fahrens geblitzt worden. Dabei war jedoch nicht überprüft worden, ob er überhaupt einen Führerschein hat. Insgesamt geht es um sechs Verstöße.

Wegen dieser Historie stellte ihm die Staatsanwaltschaft Dortmund nun einen hohen Strafbefehl wegen „vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis“ aus. Die Summe von 540.000 Euro orientiert sich dabei am geschätzten Nettoverdienst des Fußballers. Diesen nahmen die Behörden mit 180.000 Euro netto an, erläuterte „Bild“. Dies bedeute hochgerechnet rund vier Millionen Euro brutto im Jahr.

Marco Reus will den Strafbefehl akzeptieren, wie er der Zeitung schrieb: „Heute weiß ich: Ich war in dieser Situation viel zu naiv, das war eine Dummheit“, zitiert ihn die Zeitung. „Ich habe meine Lehren daraus gezogen. So etwas passiert mir nie wieder.“ Er habe mit 18 Jahren zwar Fahrstunden absolviert, aber keine Prüfung gemacht. Warum? Das könne er heute nicht mehr nachvollziehen.

Marco Reus ist einer der besten deutschen Fußballer. Die größten Vereine reißen sich um ihn, weil er bei Borussia Dortmund eine Ausstiegsklausel hat und zum Saisonende für rund 25 Millionen Euro den Verein wechseln könnte. Noch ist unklar, ob er das überhaupt möchte. Darüber spekuliert wird jedoch seit Monaten.

Opel äußert sich nicht zu Reus
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13 Kommentare zu "Werbepanne für Opel: Marco Reus fährt jahrelang ohne Führerschein"

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  • Vielleicht hatte er keine Zeit für die Fahrstunden wegen Training?

  • Fußballnationalspieler Marco Reus ist jahrelang ohne Führerschein gefahren.


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    Jahrelang ohne Führerschein gefahren...EIN PROMI !

    Weder dem BKA....noch Geheimdienste aufgefallen...

    da erkennen 500 Millionen Europäer...

    wie sicher wir in Europa sind.

    DAS IST KEINE BACKPFEIFE FÜR

    " BKA & GEHEIMDIENSTE "...

    DAS IST SCHON EIN

    " FAUSTSCHLAG INS GESICHT FÜR

    BKA & GEHEIMDIENSTE IN DEUTSCHLAND ! "










  • Sieben jahre scheinbar unfallfrei
    das muss mann erstmal erreichen
    in brandenburg............
    das erregt mich schon garnicht mehr
    aber wenn diese millionäre dann anfangen die VBG (Berufsgenossenschaft)auszunehmen, weil sie dauernd irgend welche arbeitssportunfälle erleiden, die natürlich schäden hinterlassen
    deshalb aber der Beitrag für alle anderen AG steigt
    der hilfsmonteur aber seine rechte nicht warnehmen kann
    weil ihn keine grosse anwaltssoziätät wegen des "geringen" streitwertes vertritt

    dann ist das eine aufregung wert

  • Sehr geehrte Damen und Herren,

    leider kann ich diese ganze Situation nicht verstehen. Als registrierter Autofahrer dieses Landes bin ich verantwortlich für meinen eigenen PKW zuständig. Das bedeutet, wenn ich mein Fahrzeug in fremde Hände übergebe, muss ich den Führerschein dieser Person überprüfen, das heißt, dass die Korrektheit und das die Ausstellung dieses Führerscheins registriert ist und das diese Person die Gültigkeit eines Führerscheins besitzt.
    Sollte ich Zweifel haben und ich mich mit diesen Führerschein nicht auskenne, würde ich die Polizei zur Überprüfung hinzuziehen.

    Jetzt frage ich mich, wie kann es sein, das dieser Werbeträger der Adam Opel AG ein Fahrzeug in die persönliche Führsorge und in die Hand gegeben hat ohne eine gültige Fahrerlaubnis zu prüfen?
    Wer hat dieses Fiasko bei dieser Firma zu verantworten?

    Weiterhin erscheint mir, dass Herr Reus in der Behandlung seines Vergehens sehr zu Gunsten seiner Person behandelt worden ist.
    Das ist der VIP Bonus.

    Gruß mikkie myz


  • Hmm ... Reus scheint doch gut zu den Bayern zu passen ... ;-)

  • Mein Gott; andere fahren auch ohne Lappen. Hat er bisher deshalb einen Unfall gebaut?

    Dumm ist natürlich nur das man in solcher "Ausweissituation" sich peinlichst an die Strassenverkehrsgesetze halten sollte und ... nicht unbedingt die auffälligste Karre bewegt.

    In dieser Hinsicht ist er sicherlich etwas "unterbelichtet" gewesen...;-)


    Als ich noch als 15 Jähriger schwarz gefahren bin, hab ich mich da erheblich intelligenter verhalten; erfolgreich. ^

  • Spannend, dass sich jetzt so viele über Reus aufregen (durchaus zu Recht), aber sich keiner fragt, wie es eigentlich kommt, dass dem WDR der Strafbefehl vorliegt. Das sind doch persönliche Daten, oder? Da kein öffentliches Gerichtsgverfahren stattgefunden hat (oder täusche ich mich?) fällt so etwas doch wohl unter Datenschutz.
    Hat sich da ein braver Beamter vielleicht wieder ein kleines Zubrot verdient?
    Auch Promis haben ein Recht auf Privatsphäre und Datenschutz!

  • Na und? Wer braucht schon einen Führerschein zum Autofahren?

  • Diesen nahmen die Behörden mit 180.000 Euro netto an, erläuterte „Bild“. Dies bedeute hochgerechnet rund vier Millionen Euro brutto im Jahr.

    also 180.000 im Monat? Gibts da eigentlich noch Urlaubs- und Weihnachtsgeld? Mit Prämien siehts ja gerade nicht so tolle aus... *ggg*

  • ach ja, der Reussi, muss er halt a bissl n die Tasche greifen, dürft ihm aber net viel ausmachn.
    Klar war, dass er hier dafür bestraft wird, dass er net früher bezahlt hat, weil mit fahren können hat der Führerschein heutzutage ja überhaupt nix mehr zu tun. Deswegen gibt's ja den Deppentest. Und naive Leute denken immer noch, dass das Ganze was mit Sicherheit auf der Strasse zu tun hat, ne, es geht nur darum die achso-heiligen Lizenzeinnahmen zu schützen (Fahrlehrer hat Lizenz, deswegen Recht auf Geld).
    Wenn's um Sicherheit ging, dann waer ganz klar Fahrverbot mit Gefängnis falls Zuwiderhandlung angesagt

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