Werder Bremen
Allofs nach Krisenjahr angezählt

Keine Europapokaleinnahmen, hohe Gehaltskosten, teure Fehleinkäufe. Nach der durchwachsenen Saison steht Werder Bremens Sportdirektor Klaus Allofs im Fokus der Kritik und blickt großen Herausforderungen entgegen.
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BremenVermutlich hätte sich Klaus Allofs köstlich amüsiert, wenn man ihm vor der Saison gesagt hätte, Werder Bremen entkäme nur knapp dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga. Sein Verein war wirtschaftlich gesund, die Mannschaft fast ausschließlich mit Nationalspielern besetzt und seit acht Jahren Gast in den europäischen Wettbewerben.

Doch jetzt zum Saisonschluss sieht die Lage anders aus. Im Mittelpunkt der Kritik stehen Geschäftsführer Allofs und Trainer Thomas Schaaf. Das Duo, das Werder Bremen zwischen 2000 und 2010 erfolgreiche Jahre mit Titeln und Trophäen beschert hat, verantwortet nun eine der schlechtesten Spielzeiten seit dem Abstieg 1980.

Die Gründe: eine verfehlte Einkaufspolitik mit teuren Flops und Millionen-Missverständnissen wie dem verhaltensauffälligen Brasilianer Carlos Alberto (7,8 Millionen Euro). Vor allem Alberto muss sich Manager Allofs als Fehleinkauf ankreiden lassen.

Der Club, der im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von 126 Millionen Euro machte, muss künftig bei den 48 Millionen Euro Gehaltskosten kräftig sparen. Hinzu kommt der Stadionumbau, der 76 Millionen Euro kostet.

Ganz anders der neue Deutsche Meister Borussia Dortmund: Hans Joachim Watzke, Vorsitzender der Geschäftsführung, freute sich über den Titel mit einer Mannschaft, die ein Jahresbudget von bescheidenen 34 Millionen Euro hat.

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