Wettbewerb spaltet die Gemüter
Nur neun Bundesliga-Profis beim Afrika-Cup

Für die einen ist es pure Lust, die anderen empfinden es als Last - der Afrika-Cup spaltet in der Fußball-Bundesliga die Gemüter.

dpa DÜSSELDORF. Für die einen ist es pure Lust, die anderen empfinden es als Last - der Afrika-Cup spaltet in der Fußball-Bundesliga die Gemüter.

Regelmäßig alle zwei Jahre ist das Geschrei der Verantwortlichen groß, wenn sie afrikanische Nationalspieler für den Titelkampf auf ihrem Heimatkontinent abstellen müssen. Der zur Zeit beschäftigungslose Trainer Ewald Lienen urteilte einst wegen des ungünstigen Termins: "Unter den Umständen muss man sich überlegen, ob es überhaupt noch Sinn macht, afrikanische Spieler zu verpflichten."

Doch im WM-Jahr sind nur neun Bundesliga-Profis aus sechs Eliteclubs von ihren Verbänden für die Afrika-Meisterschaft vom 20. Januar bis 10. Februar in Ägypten nominiert. Zwölf Bundesligisten müssen laut einer dpa-Umfrage keinen Spieler entbehren. Die Liste der "Betroffenen" reicht von Borussia Dortmunds ghanaischen Neuzugang Matthew Amoah bis zu Arminia Bielefelds Star Sibusiso Zuma, der in der südafrikanischen Auswahl einen zentrale Rolle spielt.

Im für die Vereine schlechtesten Fall fehlen die Spieler an den ersten vier Bundesliga-Spieltagen der Rückrunde. Die Bielefelder müssen zudem das Viertelfinale im DFB-Pokal am 25. Januar gegen Kickers Offenbach ohne Zuma bestreiten. Durchaus nachvollziehbar, dass Trainer Thomas von Heesen wenig begeistert ist. Andererseits kann er auch den Akteur verstehen. "Es ist der Stolz eines jeden Spielers, für sein Land am Ball zu sein. Und Sibu ist sehr stolz darauf, dass er für Südafrika spielt", sagte von Heesen, der erfolglos versucht hatte, dessen Freigabe zu erwirken. Nicht zuletzt um den Ausfall des Leistungsträgers zu kompensieren, holte die Arminia in der Winterpause Artur Wichniarek von Hertha BSC zurück. Erleichterung machte sich breit, dass nicht auch Stürmer Isaac Boakye von Ghana angefordert wurde. Der Profi war allerdings enttäuscht über seine Nichtberücksichtigung.

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