Wettskandal
Einbruch beim SC Verl - Ulm kündigt drei Spielern

Beim im Fußball-Wettskandal in den Fokus geratenen Regionalligisten SC Verl herrscht Rätselraten über einen Einbruch in das Vereinshaus.

dpa VERL. "Die Unterlagen in meinem Büro sind wild durchwühlt worden", sagte der Vereinsvorsitzende Peter Mankartz der Deutschen Presse-Agentur dpa und bestätigte einen Bericht der "Neuen Westfälischen". Der oder die unbekannten Täter durchsuchten in der Nacht zum 26. November mehrere Schränke und entwendeten einen Würfeltresor und eine kleine Papierschredder-Maschine. Den Diebstahl meldete der Club am Tag darauf der Polizei.

An einen Zusammenhang mit den zwei möglicherweise manipulierten Partien mit Verler Beteiligung der vergangenen Saison, in dessen Zuge die Ostwestfalen zwei Spieler suspendiert hatten, glaubt Mankartz nicht. "Aber ich kann auch nichts ausschließen", sagte er. Die Polizei behandelt den Vorfall nach Angaben eines Sprechers weiterhin als "normalen Einbruch". Ein Angler fand den aufgebrochenen Tresor mit Vereinsunterlagen an einem nahe gelegenen See. Ob Dokumente fehlen, konnte der Club noch nicht sagen.

Regionalligist SSV Ulm hat wegen des Wettskandals drei Spielern gekündigt. "Wir haben im Gespräch festgestellt, dass die drei in den Skandal verwickelt sein könnten", erklärte SSV-Vizepräsident Mario Meuler und bestätigte damit Informationen der "Bild"-Zeitung. Bei den Spielern handle es sich um Davor Kraljevic, Marijo Marinovic und Dinko Radojevic, sagte Meuler der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der frühere Bundesligist geht davon aus, dass es um manipulierte Spiele in der vergangenen Saison gehen soll. "Uns ist zumindest nichts anderes bekannt", sagte Meuler.

Bei Kraljevic habe es eine Hausdurchsuchung auf Initiative der Staatsanwaltschaft Bochum hin gegeben. "Wir wissen aber nicht, was dabei herausgekommen ist", sagte Meuler. Auch die Wohnung von Marinovic sollte durchsucht werden, der 26-Jährige sei aber nicht zu Hause gewesen. Bei Radojevic habe es zwar keine Durchsuchung gegeben, der Verein habe bei dem 31-Jährigen jedoch einen Verdacht gehabt und sei von sich aus auf ihn zugegangen.

Über das Gespräch mit den drei Akteuren könne man aus ermittlungstaktischen Gründen keine Auskunft geben. Das sei mit der Staatsanwaltschaft so abgesprochen. Noch vor wenigen Tagen hatte der Verein alle SSV-Spieler eine Ehrenerklärung unterschreiben lassen. Darin versicherten sie, nichts mit Wettmanipulationen zu tun zu haben.

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