Wettskandal
Haftstrafen für Fußball-Betrüger

Im bislang größten europäischen Skandal um manipulierte Fußball-Wetten sind drei Glücksspieler und Wettbüro-Betreiber zu Haftstrafen auf Bewährung verurteilt worden. Wie weit ihr Einfluss wirklich reichte, bleibt unklar.
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BochumDas Landgericht Bochum verhängte gegen drei angeklagte Glücksspieler und Wettbüro-Betreiber Haftstrafen zwischen drei Jahren sowie drei Jahren und elf Monaten. Die 13. Strafkammer verurteilte die drei Männer im Alter zwischen 32 und 55 Jahren wegen Banden- und gewerbsmäßigem Betrug sowie Computerbetrug.

Die Kammer sah es als erwiesen an, dass die Angeklagten 18 Fußballspiele von der A-Jugend bis zur Europa-League manipuliert haben. Sie hätten dazu Spieler, Schiedsrichter und andere Verbindungspersonen bestochen und so Einfluss auf den Spielverlauf nehmen wollen. Ursprünglich war den Männern die Manipulation von 32 Spielen vorgeworfen worden.

Das Gericht blieb mit dem Urteil nur knapp unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft, die Haftstrafen zwischen drei Jahren und neun Monaten sowie vier Jahren und drei Monaten gefordert hatte. Der Vorsitzende Richter Carsten Schwadradt sprach in seiner Urteilsbegründung von „manipulativen Beziehungen“.

Ungeklärt blieb in dem rund sechsmonatigen Verfahren, ob die bestochenen Spieler und Schiedsrichter tatsächlich im Sinne der Angeklagten Einfluss auf die betreffenden Spiele nahmen. „Ob die Spieler gewillt waren oder tatsächlich Einfluss nahmen, konnte nicht geklärt werden“, räumte der Richter ein.

Der vorab vereinbarte Spielausgang, auf dessen Grundlage die Wetten getätigt wurden, sei nur in wenigen Fällen erreicht worden. Für eine Verurteilung reiche es aber aus, dass die Angeklagten von einer Manipulation der Spiele ausgegangen seien, so das Gericht.

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