„Wir studieren alle Optionen“
Parreira setzt Ronaldo Ultimatum

Vor der Partie gegen Australien gibt es rund um die "Seleção" weiterhin nur ein Thema: Die körperliche Verfassung von Stürmerstar Ronaldo. Obwohl selbst Fußball-Idol Pelé dem brasilianischen Patienten den Rücken gestärkt hat, droht Trainer Parreira bereits mit personellen Konsequenzen.

HB KÖNIGSTEIN. Der Mannschaftsarzt steht vor einem Rätsel, der Trainer vor einer schwierigen Entscheidung und Ronaldo selbst am Scheideweg. Für den Torjäger von Weltmeister Brasilien wird das zweite Gruppenspiel am Sonntag (18.00 Uhr) in München gegen Australien zur Nagelprobe. "Bei dieser WM sind alle fit, spielen schnell, decken unermüdlich und schalten rasch zwischen Abwehr und Angriff um. Wenn Ronaldo nicht besser wird, werden wir sehen, was wir im Laufe des Turniers machen", sagte Carlos Alberto Parreira am Donnerstagabend im WM-Quartier der "Seleção" in Königstein. Ronaldo sei noch einmal gesetzt, aber Parreira forderte von seinem Stürmerstar unmissverständlich: "Er muss seine körperliche Verfassung verbessern."

Brasiliens Legende Pelé appellierte an den Gemeinschaftssinn beim Titelverteidiger. "Ronaldo braucht uns und wir brauchen Ronaldo", sagte er im ZDF. Beim Mannschaftstraining wirkte Ronaldo jedoch fast teilnahmslos, obwohl ihn vor allem seine Madrider Kollegen Roberto Carlos und Robinho versuchten aufzuheitern. Der 29-Jährige stand wie schon beim 1:0-Sieg gegen Kroatien viel herum.



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Allerdings hatte er in der Nacht zuvor in einer Frankfurter Klinik fast das komplette Repertoire an medizinischen Untersuchungen über sich ergehen lassen, weil er unter Übelkeit und Schwindel litt: Bluttests, Röntgenaufnahmen, Magenspiegelung wegen des Verdachts einer Gastritis, Computertomographie der Neben- und Stirnhöhle und sogar des Schädels, um einen Tumor auszuschließen. Diese Details nannte José Luiz Runco, gefunden wurde nach Angaben des Mannschaftsarztes nichts. "Das Ganze kann auch psychische Ursachen haben", sagte er. "Zu viel Stress kann Übelkeit auslösen."

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