Wirtschaftsstudie
Boom am Ball

Die deutschen Fußballklubs sind in wirtschaftlicher Top-Form. Nach einer Studie von Ernst & Young wachsen die Einnahmen rapide. Doch was machen die Verantwortlichen mit dem Geld? Experten stellen ein Umdenken fest.
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Frankfurt am Main/DüsseldorfUngeachtet der Euro-Schuldenkrise glauben die Manager und Geschäftsführer der deutschen Profi-Fußballclubs fest an die Fortsetzung der wirtschaftlichen Bundesliga-Erfolgsstory. Laut einer Umfrage der Wirtschaftsberatung Ernst & Young erwartet die Branche für die kommende Saison - schon ein Jahr vor Inkrafttreten des neuen Rekord-Medienvertrages - deutlich mehr Einnahmen bei nur leicht steigenden oder im Oberhaus sogar sinkenden Kosten.

„Der deutsche Fußball befindet sich auf einem guten Weg. Die finanzielle Situation hat sich weiter spürbar verbessert - vor allem dank des konjunkturellen Umfelds und eines gestiegenen Kostenbewusstseins aufseiten der Clubs“, erklärte der Autor der Studie, Thomas Fuggenthaler, am Mittwoch in Frankfurt.

Investieren wollen die Vereine vor allem in die Spielerkader, aber auch in die Nachwuchsförderung. In der 2. und 3. Liga stehen auch moderne Stadien mit großen VIP-Bereichen, wie sie in der Bundesliga bereits vorhanden sind, hoch im Kurs. Insbesondere kleinere Drittligisten wollen ihre Umsätze dadurch deutlich steigern.

Zudem hat Fuggenthaler ein Umdenken bei den Vereinen festgestellt. Immerhin 73 Prozent gaben an, das zusätzlich erwirtschaftete Geld für die Tilgung von Verbindlichkeiten aufwenden zu wollen. Vor vier Jahren war dazu lediglich ein Drittel der Vereine bereit.

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