WirtschaftsWoche-Interview
FC Schalke 04: „Wir müssen Stars selber machen“

Andreas Müller, Vorstand beim Fußballbundesligisten FC Schalke 04, widerspricht im WirtschaftsWoche-Interview Karl-Heinz Rummenigge. Der Vorstandsvorsitzende von Bayern München hatte gewarnt, die Bundesliga könne im sportlichen Wettbewerb nicht mehr mithalten, weil das Bundeskartellamt den Verkauf der Fernsehübertragungsrechte für Spiele der Deutschen Fußball Liga (DFL) gestoppt hat.

DÜSSELDORF. Das sieht Müller anders: "Natürlich würde es uns gut tun, wenn wir einen Fernsehvertrag hätten, der ähnliche Erlöse wie in England oder Italien ermöglicht. Aber wir sind auch so wettbewerbsfähig. Die Einnahmen aus der Fernsehvermarktung sind nicht allein entscheidend." Stattdessen setzt der FC auf "Eigengewächse".

Müller: "Wenn wir keine Stars kaufen können, müssen wir sie selbst machen. Die Holländer zeigen doch, wie das geht. Wir müssen uns nur mehr anstrengen. Schalke macht das bereits. Wir haben in den letzten Jahren einige Jugendspieler in die erste Mannschaft geholt, aber wir stehen hier auch noch am Anfang." Zwar könne nicht komplett auf Spielerkäufe verzichtet werden, räumt Müller ein. Es müsse "gezielt" zugekauft werden. Summen wie sie spanische und italienische Vereine zahlten, seien dabei aber nicht vorgesehen. "Weil wir nicht dieselben Gehälter bieten können oder wollen".

Auch will der Verein seine Kasse nicht durch höhere Eintrittspreise füllen. FC-Schalke-Vorstand Peter Peters: "Eintrittspreiserhöhungen bedeuten, dass man die gleiche Ware teurer macht. Das geht nur begrenzt. Wir haben in den vergangenen Jahren die Preis leicht um zwei Euro erhöht, damit ist die Grenze des Möglichen erreicht. Die Vereine müssen aufpassen, dass sie es nicht übertreiben. Wir dürfen den Fans nicht die Möglichkeit nehmen, beim Spiel dabei zu sein. Sonst machen wir die Basis kaputt."

Schon jetzt seien die Fans an der Grenze der Belastung. "Mehr geht bei vielen nicht. Das merken wir auch im Fan-Shop", argumentiert Peters: "Wir haben im Merchandising, also im Geschäft mit Fanartikeln, einen leichten Umsatzrückgang. Der Grund liegt in der der Kaufzurückhaltung. Bei den Menschen sitzt das Geld nicht mehr so locker, gerade hier im Ruhrgebiet."

Das Interview finden Sie im Wortlaut unter: www.wiwo.de/vorab

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%