WM 2010
Blatter plant Finale ohne Elfmeterschießen

Schon bis zur WM 2010 will Fifa-Präsident Joseph S. Blatter das Elfmeterschießen zumindest im Finale abgeschafft haben. "Ein WM-Endspiel ist Leidenschaft, die Verlängerung ein Drama, aber das Elfmeterschießen eine Tragödie", sagte der Chef des Weltverbandes Fifa am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters: "Fußball ist ein Mannschaftssport, aber beim Elfmeterschießen entscheidet nicht die Mannschaft, sondern der Einzelne."

Nach Blatters Vorstellung sollte das Elfmeterschießen schon bei der nächsten WM-Endrunde in Südafrika durch eine andere Form der Entscheidung abgelöst werden. "Wir haben vier Jahre Zeit", sagte Blatter und schlug vor, nach einem Finale ohne Sieger ein Wiederholungsspiel anzusetzen. Man könne auch die Zahl der Spieler in der Verlängerung reduzieren und so lange spielen, bis ein Tor falle.

Blatter kündigte entsprechende Gespräche in Kürze an. Bei der WM in Deutschland hatte Italien erst im Elfmeterschießen Frankreich besiegt. Damit war zum zweiten Mal nach 1994 ein Weltmeister vom Elfmeterpunkt aus ermittelt worden.

Blatter kritisiert Spielergehälter

Zudem beklagte der Fifa-Boss die hohen Spielergehälter. "Das ist unmoralisch und definitiv nicht gut für unseren Sport", sagte der Schweizer und kritisierte die Klubs: "Sie zahlen den Spielern zu viel Geld. Es entsteht ein finanzielles Ungleichgewicht, und sie versuchen, mit allen Mitteln an Geld zu kommen." Leidtragende seien die Zuschauer, die hohe Eintrittspreise zahlen müssten. Die Fifa werde sich dieses Themas annehmen.

© SID

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