WM 2011
Mission „Titelgewinn“ startet für DFB-Frauen gegen Kanada

Kanada, Nigeria und Frankreich sind die Vorrundengegner der deutschen Fußballerinnen bei der Heim-WM im nächsten Jahr. Die Nationalspielerinnen schwanken nach der Auslosung durch Ersatz-Losfee Günter Netzer zwischen Optimismus und Zweckpessimismus.
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HB FRANKFURT. Das Eröffnungsspiel der Heim-WM bestreiten die Deutschen im Berliner Olympiastadion gegen die Ahornblätter aus Kanada. Vier Tage später treffen die Deutschen in Frankfurt/Main auf die West-Afrikanerinnen. Am 5. Juli kommt es in Mönchengladbach zum Anschluss der Vorrunde zum Duell mit den Französinnen. Dies ergab die Gruppen-Auslosung am Montagabend im Frankfurter Congress Center, bei der Günter Netzer als Ersatz-Losfee agierte.

"Ich bin noch ziemlich unsicher, das wird mit Sicherheit schwierig werden", sagte Rekordnationalspielerin Spielführerin Birgit Prinz. Torhüterin Nadine Angerer sagte: "Jetzt ist die Katze aus dem Sack, ich freue mich tierisch auf die WM. Es hätte mit Sicherheit schlimmer kommen können, aber wir werden nicht den Fehler machen, jemanden zu unterschätzen. Nigeria und Frankreich sind immer Wundertüten."

Verhalten optimistisch fiel die Reaktion von DFB-Trainerin Silvia Neid aus. "Wir sind sehr zufrieden mit der Gruppe. Aber man kann sicher nicht sagen, dass wir schon im Viertelfinale stehen. Wir werden die Gegner auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen", sagte Neid auf der Pressekonferenz. Die Marschrichtung für das deutsche Team bleibe aber bei allem Respekt klar: "Das oberste Ziel bleibt die Titelverteidigung. Das wäre sehr schön, dafür werden wir alles tun." Ein vorzeitiges Scheitern der deutschen Auswahl gilt angesichts der Gegner als unwahrscheinlich. Schließlich dominieren die Deutschen seit zehn Jahren das Geschehen bei WM- und EM-Endrunden.

Altstar Netzer war 209 Tage vor dem WM-Anstoß bei der Auslosung für Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn eingesprungen. "Das war ohne Vorwarnung, ich werde wahrscheinlich alles falsch machen und die Kugeln fallen lassen", hatte der kurzfristig alarmierte Netzer gescherzt. Vor der 50-minütigen Fernsehshow gab es einige lange Gesichter bei den Verantwortlichen: Kahn saß wegen des Schneechaos auf dem Münchner Flughafen fest und fehlte ebenso wie Franz Beckenbauer. Der "Kaiser" sollte zunächst aushelfen, kam aber in Salzburg ebenfalls nicht los.

Den Ausfall von Kahn bedauerte WM-Organisations-Chefin Steffi Jones lächelnd:"Schade, Oliver hat sich ja noch nie so zum Frauenfußball geäußert. Wenn er das heute nicht richtig gemacht hätte, hätte ich den Knüppel ausgepackt." Zuvor hatte bereits Fifa-Präsident Joseph Blatter abgesagt, der gerade beim Weltverband mit der Aufarbeitung der Korruptionsaffäre einiges zu tun hat. "Er hat sich nochmal telefonisch dafür entschuldigt, dass er nicht kommen kann", erklärte Jones.

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  • Die Veranstaltung erhält von den Medien analog der sontigen Quotenregelungen eben p.c. ihren Platz in der berichterstattung! Wirklich interessieren tut's keinen, außer vielleicht den Mädchen- und Frauenfussballern selbst! Straßenbeflaggung oder Werbeartikel-boom wie 2006 oder 2010 wird's in der Tat wohl kaum geben!

  • @ [3] Völlig in Ordnung

    Fußball ......... nett anschauen? ......... die Sportart wird nunmal nicht auf den Laufsteg gespielt!

  • dass die ollen Männerfussballer aus bayern ausgefallen sind. ich finde es ziemlich doof, dass man da überhaupt Männer für die Ziehung holen musste. Fussball der Frauen ist außerdem viel netter anzuschauen. Statt Männerfußball empfehle ich lieber gleich Eishockey zu schauen, da gibts noch mehr Rempel- und Prügelszenen.

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