WM-Auftakt
Deutschland schwärmt vom „Traumstart“

Der bayerische Innenminister Günther Beckstein (CSU) hat einen Tag nach der WM-Eröffnung in München eine positive Bilanz gezogen.

HB MÜNCHEN. Unter Sicherheitsaspekten sei es ein "Traumstart" gewesen, sagte Beckstein am Samstag im ARD -"Mittagsmagazin". Gleichwohl mahnte er insbesondere nach dem Tod des im Irak getöteten jordanischen Top-Terroristen Abu Mussab al-Sarkawi zur Wachsamkeit gegenüber einer erhöhten Terrorgefahr.

Insbesondere Spiele mit Mannschaften aus den USA, England und arabischen Ländern wie Iran oder Saudi-Arabien könnten gefährdet sein. Es gebe jedoch bislang keinen konkreten Hinweis auf eine mögliche terroristische Tat, betonte Beckstein.

"Unser Sicherheitskonzept, das am ersten Tag funktioniert hat, wird auch an den weiteren Tagen funktionieren", prognostizierte der Innenminister. "Obwohl die Münchner Fußball-Arena ausverkauft war und auch die öffentlichen Public-Viewing-Bereiche gut besucht waren, gab es keine nennenswerten Störungen."

Nach einer ersten Bilanz waren am Freitagabend in München bis zu 9000 Polizisten im Einsatz, es kam zu elf Anzeigen wegen eher harmloser Raufereien. Auch das Verkehrskonzept sei aufgegangen: "Es hat alles lückenlos geklappt."

Trotz tausender Fans verschiedener Nationalität und reichlich Alkohol ist der Eröffnungstag auch in der Mainmetropole Frankfurt weitgehend friedlich verlaufen. Polizeisprecher Peter Freier sagte am Samstagmorgen, "alles in allem war es ruhig, es ist alles im grünen Bereich". Im Laufe der Nacht habe es 20 kurzfristige Festnahmen gegeben. Dabei habe es sich um 10 Deutsche, 3 Briten, 2 Polen und Menschen anderer Nationalität gehandelt. 18 von ihnen seien bereits wieder auf freiem Fuß.

Auch Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) zeigte sich mit dem WM-Auftakt zufrieden. Er bezeichnete ihn als einen "wunderbaren Fußballtag in Deutschland". Schäuble sagte am Samstag: "Die Begeisterung der Fans in den Stadien und mit ihnen der Fans auf den WM-Festen im ganzen Land war einfach überwältigend."

Auch für die Fernsehsender hat die WM mit einer Traumquote begonnen. Mehr als 20 Millionen Fans bejubelten am Freitag den 4:2-Sieg der deutschen Mannschaft im WM-Auftaktspiel gegen Costa Rica vor dem eigenen Bildschirm. Im Schnitt erreichte die Live-Übertragung des ZDF aus München einen Wert von 20,13 Millionen Zuschauern. Das entspricht nach Senderangaben einem Marktanteil von 75,7 Prozent. Nach Schätzungen des Rechteinhabers Infront verfolgten weltweit rund 1,5 Milliarden Menschen den WM-Auftakt.

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